In der vergangenen Woche sorgte Wolfsburg-Stürmer Kevin Behrens außerhalb des Platzes für Aufregung: Wie bekannt wurde, soll er sich bereits Ende September bei einem internen Termin geweigert haben, ein Regenbogen-Shirt zu unterschreiben – mit den Worten „So eine schwule Scheiße unterschreibe ich nicht“.
„So eine schwule Scheiße unterschreibe ich nicht“
Nachdem der Vorfall bekannt wurde, ruderte Behrens schnell zurück: Seine „spontanen Äußerungen“ seien nicht in Ordnung gewesen, gab er in Sport Bild zu Protokoll, er würde sich dafür gerne entschuldigen. Unklar blieb bislang, wie der Verein auf die Äußerung des 33-Jährigen reagiere.
Nun berichtet die Wolfsburger Allgemeine Zeitung: Die Führung des Vereins soll gegen Behrens eine hohe Geldstrafe verhängt und ihm auch eine Abmahnung erteilt haben. Dadurch könnte ihm im Wiederholungsfall die Kündigung drohen.
Der Verein schweigt zu den Einzelheiten der Strafe
Gegenüber der Deutschen Presse-Agentur (dpa) wollte der VfL Wolfsburg das konkrete Ausmaß der Strafe für Behrens nicht bestätigen und meinte nur, dass es Sanktionen für das Verhalten des 33-Jährigen gegeben habe.
Der VfL Wolfsburg gilt unter den Bundesliga-Vereinen als progressiv, wenn es um Rechte für sexuelle Minderheiten geht. So trug etwa die damalige Kapitänin Nilla Fischer im Jahr 2017 zum ersten Mal in der Fußball-Bundesliga eine Regenbogen-Binde. Ein Jahr später folgte auch das Männer-Team ihrem Vorbild.
Auch im Fanshop gibt es Schals, Tassen oder Pins mit Regenbogen-Logo. Mindestens einmal im Jahr werden alle Mitarbeitenden – und auch die Spieler – in einer Vielfalts-Schulung für das Thema sensibilisiert. Weiters gibt es regelmäßig Spieltage, an denen die Teams mit Sondertrikots auflaufen. Auf diesen sind Logos und Rückennummern in Regenbogenfarben gestaltet.

