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Drag-Queen-Krieg mit Nina Queer im Saarland

Die Berliner Kult-Drag-Queen spielt in einer sehenswerten Trash-Komödie von Tor Iben eine entscheidende Rolle.

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„Zeit der Monster“ von Tor Iben ist eine absurde, sarkastische und teilweise überdrehte Filmkomödie, die sich nicht scheut, die Grenzen des guten Geschmacks auszutesten. Im Mittelpunkt steht Amanda von Hohenstüt, eine Drag-Queen, die in ihrer Kneipe „Why Not?“ im Herzen des Saarlandes seit Jahren eine etwas in die Jahre gekommene Stammkundschaft bedient. 

Nina Queer als Ex-Puffmutter und Erbschleicherin

Doch dann kommt Justine de Brest, eine Ex-Puffmutter und Erbschleicherin, gespielt von der Berliner Kult-Drag Nina Queer. Ihr Auftauchen bringt Amandas Alltag gehörig durcheinander. Die beiden kämpfen nicht nur um die Vorherrschaft in ihren Bars, sondern geraten auch in politische Verwicklungen, die eher als überspitzte Parodie auf die “Schatten der Gesellschaft” denn als realistische Handlung zu verstehen sind.

Sowohl visuell als auch inhaltlich bleibt Zeit der Monster seinem kleinen Indie-Budget treu: Viele Szenen spielen in einem Saarbrücker Kulturclub, was dem Film eine etwas schräge, fast amateurhafte Note verleiht. Iben setzt bewusst auf groteske Dialoge und überzeichnete Figuren, die mehr Karikaturen als Menschen sind.

Der Film scheint sich selbst nicht allzu ernst zu nehmen

Die Musik – von Jacques Offenbachs „Barcarole“ bis zu anderen melodramatischen Einlagen – verstärkt das Gefühl, dass dieser Film sich selbst nicht allzu ernst nimmt. Stattdessen spielt er mit Klischees und punktet, wo er kann, mit schrägem, manchmal schwarzem Humor und deutlichen Anspielungen auf die Subkultur.

Alles in allem kann man sagen: Dieser Film ist etwas Besonderes und braucht Zuschauer, die Spaß an schrägen Charakteren und überspitzten Konflikten haben. Wer einen Sinn für schräge Dialoge und überspitzte Parodien hat, wird vielleicht Spaß an Amandas und Justines groteskem Krieg der Egos haben. Alle anderen? Nun, für sie könnte Zeit der Monster ein wahrhaft monströses Filmerlebnis sein.

Filmtipp
Zeit der Monster
Deutschland 2020 | Trash-Komödie | 83 Minuten
Regie: Tor Iben | Besetzung: Wolfgang Reeb: Nina Queer, Susan Ebrahimi, Fu Ciang Yang, Rummelsnuff
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