Erfreuliche Zahlen kommen aus den Niederlanden: Wie ein von der Regierung veröffentlichter Bericht schätzt, sind etwa 18 Prozent der Bevölkerung Angehörige einer sexuellen Minderheit – das sind etwa 2,7 Millionen Menschen.
Für die Studie wurden mehr als 180.000 Menschen befragt
Die Schätzung basiert auf einer Studie zum Thema Sicherheit und Kriminalität aus dem Vorjahr. Dafür wurden 182.000 Teilnehmer:innen über ihre sexuelle Orientierung und Geschlechtsidentität befragt.
Die größte Gruppe sexueller Minderheiten in den Niederlanden sind demnach bisexuelle Menschen. Sie machen mehr als elf Prozent der Bevölkerung, das sind etwa 1,7 Millionen Menschen, aus. Dabei gibt es um ein Fünftel mehr bisexuelle Frauen als Männer.
Schwule Männer machen der Untersuchung zufolge etwa 1,8 Prozent der niederländischen Bevölkerung aus, lesbische Frauen etwa 0,7 Prozent. Weniger als zwei Prozent der Niederländer:innen sind asexuell, etwas mehr als ein Prozent gibt an, eine andere nicht-heterosexuelle Orientierung zu haben oder es selbst noch nicht zu wissen.
Ein Prozent der Bevölkerung ist trans oder nicht-binär
Die Studie geht davon aus, dass etwa ein Prozent der niederländischen Bevölkerung trans oder nicht-binär ist. Das wären etwas weniger als 200.000 Menschen. Etwa 0,3 Prozent, das sind etwa 45.000 Menschen, dürften demnach intersexuell sein.
Eine weitere Erkenntnis der Studie: Angehörige sexueller Minderheiten leben verglichen mit der Gesamtbevölkerung eher in städtischen Umgebungen. Auch gibt es mit 17 Prozent mehr im Ausland geborene queere Menschen als im niederländischen Durchschnitt, der bei 14 Prozent liegt.

