HomeNewsChronikLüneburg: Zwei Männer über Dating-App in Hinterhalt gelockt und zusammengeschlagen

Lüneburg: Zwei Männer über Dating-App in Hinterhalt gelockt und zusammengeschlagen

In Lüneburg wurde der Schatzmeister der Jungen Union bei einem schwulenfeindlichen Angriff verprügelt. Am Tag darauf ereignete sich der nächste Vorfall. Die Polizei ermittelt mit Hochdruck.

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Einen mutmaßlich schwulenfeindlichen Angriff hat es in Lüneburg gegeben. Der 24 Jahre alte Simon Schmidt, der auch Schatzmeister der Jungen Union (JU) ist, wurde demnach am Montag gegen 18.00 Uhr mit einer Dating-App auf einen Schulhof einer Gesamtschule im Stadtteil Kaltenmoor gelockt. 

„Eine Horde von sieben oder acht Migranten“ soll den JU-Schatzmeister überfallen haben

Doch statt dem erwarteten Date kam „eine Horde von sieben oder acht Migranten“ hinter den Büschen hervor, wie Schmidt der Bild-Zeitung berichtet. Sie beleidigten den Jagdausbilder wegen seiner Homosexualität und traktierten ihn mit Fäusten und Tritten.

Doch dabei blieb es nicht: „Als ich am Boden lag, zog einer der Angreifer ein schwarzes Taschenmesser hervor“, erinnert er sich. Nur durch die Zivilcourage eines Spaziergängers konnte Schlimmeres verhindert werden, ist sich Schmidt sicher.

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Der 24-Jährige erlitt bei dem Angriff schwere Gesichtsverletzungen

Bei dem Angriff wurde der 24-Jährige wurde er im Gesicht verletzt. Er wurde mit dem Rettungswagen ins Krankenhaus gebracht und dann ins Universitätsklinikum Hamburg-Eppendorf verlegt. Noch vor Weihnachten wird er dort am Jochbein operiert. 

„Wir sind erschüttert und verurteilen diese Schandtat aufs Schärfste“, schreibt Leander Zeletzki, der Kreisvorsitzende der Jungen Union Lüneburg auf der Homepage der Organisation: „Unsere Gedanken sind bei unserem treuen Freund, der aufgrund unnötiger Gewaltexzesse in unserer Stadt schlimme Schmerzen erleiden muss.“

Am nächsten Tag gab es einen „ähnlich gelagerten Fall“

Wie die Lüneburger Polizei berichtet, soll es am Tag darauf einen ähnlichen Vorfall gegeben haben. Ein 37 Jahre alter Mann soll durch eine angebliche Internet-Bekanntschaft angelockt und dann auf einem Spielplatz zusammengeschlagen worden sein. Es handle sich um einen „ähnlich gelagerten Fall“, heißt es von der Behörde. 

Wie die Landeszeitung berichtet, sei auch dieser Mann von einer Gruppe attackiert, zusammengeschlagen und getreten worden. Auch der 37-Jährige wurde mit schweren Verletzungen ins Krankenhaus eingeliefert. Nähere Informationen gebe es derzeit nicht, weil der Mann noch nicht vernehmungsfähig sei, so der Norddeutsche Rundfunk (NDR) .

Die Polizei in Lüneburg ermittelt nun wegen Körperverletzung in dem als problematisch bekannten Stadtteil. Sie will dort auch mehr Präsenz zeigen. Sie warnt vor „Verabredungen jeglicher Art mit Internetkontakten, die persönlich nicht bekannt sind“. Hinweise zu den Gewalttaten nimmt sie unter der Telefonnummer +49/(0)4131/83 06 22 12 entgegen.

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