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Großbritannien will queere Veteranen ehren

Eine neue Gedenkstätte für queere Veteran:innen soll im National Memorial Arboretum in Staffordshire errichtet werden. Die britische Regierung gab bekannt, dass das Projekt mit einer Förderung von 350.000 Pfund finanziert wird.

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Das National Memorial Arboretum in Staffordshire ist eine zentrale Gedenkstätte für verschiedene Gruppen, die in den britischen Streitkräften gedient haben. Nun soll dort auch LGBTI-Veteran:innen gedacht werden.

Die Gedenkstätte ist Teil der Reaktion der Regierung auf eine unabhängige Untersuchung über die Erfahrungen von LGBTQ+ Veteran:innen, die vor dem Jahr 2000 im britischen Militär dienten. Bis zu diesem Jahr durften queere Personen nicht offen in den Streitkräften dienen. Die Verbotsregelung führte dazu, dass tausende LGBTI-Soldat:innen aus der Armee entlassen wurden.

Bronze-Skulptur mit persönlichen Geschichten

Das Denkmal, eine 2,75 Meter hohe Bronze-Skulptur, wird die Form eines zerknitterten Briefes annehmen. In die Oberfläche der Skulptur werden Wörter und Aussagen eingraviert, die aus den Berichten ehemaliger Militärangehöriger stammen, die von dem Verbot betroffen waren. Die Regierung finanziert das Projekt mit 350.000 Pfund.

„Dies ist für einige unserer Mitglieder extrem persönlich – insbesondere für diejenigen, die unter dem Ausschluss von LGBTQ+ Identitäten im Militär gelitten haben“, erklärt Nina Bilbey, die leitende Künstlerin der Abraxas Academy, die die Skulptur entworfen hat.

Eine sichtbare Maßnahme zur Wiedergutmachung

Die Akademie, ein Kollektiv von Künstler:innen, hatte den Entwurf im Rahmen eines landesweiten Wettbewerbs eingereicht. Aus insgesamt 38 Einsendungen wurde der Gewinnerentwurf von einer Jury ausgewählt, die auch Vertreter:innen der LGBTI-Veteran:innen-Organisation Fighting with Pride umfasste.

Die Errichtung des Denkmals ist eine von mehreren Maßnahmen der britischen Regierung, um die Würde ehemaliger queerer Soldat:innen wiederherzustellen. Bereits im Dezember 2023 wurden Entschädigungszahlungen von bis zu 70.000 Pfund pro Person angekündigt. 

Für Betroffene gibt es auch Entschädigungszahlungen

Betroffene, die aufgrund ihrer sexuellen Orientierung oder Geschlechtsidentität entlassen wurden, erhalten 50.000 Pfund. Weitere 20.000 Pfund stehen jenen zu, die während ihres Militärdienstes zwischen 1967 und 2000 vom Verbot betroffen waren.

Darüber hinaus können Veteran:innen ihren militärischen Rang und die Gründe ihrer Entlassung offiziell korrigieren lassen. Diese Schritte sollen dazu beitragen, ein Kapitel der Diskriminierung und Ungerechtigkeit zu schließen.

„Ein Ort der Ruhe für die LGBTI-Militärfamilie“

Alistair Carns, Minister für Veteran:innen, betonte die historische Bedeutung des Projekts: „Als ich 1999 zu den Royal Marines kam, war dieses abscheuliche Verbot noch in Kraft. Ein Vierteljahrhundert später schlagen wir eine neue Seite in unserer nationalen Geschichte auf.“

Auch Ed Hall, Vorsitzender von Fighting with Pride, äußerte sich erfreut: „Es war uns extrem wichtig, einen kreativen Prozess durchzuführen, der das richtige Design für diese Gedenkstätte liefert. Dieses Denkmal wird ein Ort der Ruhe und Reflexion für die LGBTQ+ Militärfamilie sein.“

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