Die Berliner Polizei hat zwei mutmaßlich homophobe Angriffe gemeldet, die sich am Wochenende ereignet haben sollen. Ein Vorfall trug sich in der Nacht zum Sonntag in Charlottenburg zu. Ein 24-Jähriger erstattete am Sonntagabend Anzeige wegen Beleidigung und Körperverletzung.
Angriff vor Club in Charlottenburg
Nach seinen Angaben stand er gegen zwei Uhr vor einem Club in der Budapester Straße, als sich eine Gruppe von etwa sechs Unbekannten vor ihm aufbaute. Einer der Männer soll ihn homophob beleidigt und ihm mit der Faust ins Gesicht geschlagen haben. Der Angriff brachte ihn zu Fall. Erst als eine Zeugin eingriff, sollen die Angreifer geflüchtet sein.
Der 24-Jährige verletzte sich beim Sturz am Knie und klagte über Kopfschmerzen. Er begab sich daraufhin in ärztliche Behandlung.
Beleidigung in Bus der Linie M41
Ein weiterer Vorfall ereignete sich am Sonntagvormittag in einem Bus der Linie M41. Ein Mann erstattete Anzeige, nachdem er gegen 10:30 Uhr an der Haltestelle Fuldastraße eingestiegen war und dort von einem anderen Fahrgast homophob beleidigt wurde. Der Täter soll sich abfällig über die Kleidung des Opfers geäußert haben.
Der Polizeiliche Staatsschutz des Landeskriminalamtes hat die Ermittlungen übernommen. Dies ist üblich, wenn ein möglicher Zusammenhang mit Hasskriminalität besteht. Die Untersuchungen zu beiden Vorfällen dauern an.
Für Hassverbrechen gegen sexuelle Minderheiten gibt es in Berlin eigene Ansprechpartner:innen
Angehörige sexueller Minderheiten, die Opfer von Hasskriminalität geworden sind, können in der deutschen Hauptstadt unter anderem auf der Internetwache der Polizei Berlin online eine Anzeige aufgeben.
Bei der Berliner Polizei gibt es zudem zwei Ansprechpersonen für LGBTI . Damit soll Angehörigen sexueller Minderheiten, die oft aufgrund ihrer eigenen Erfahrungen ein eher kritisches Verhältnis zur Polizei haben, das Erstatten einer Anzeige nach einem Übergriff erleichtert werden.

