Rebecca „Becky“ Marodi, eine 49-jährige Feuerwehrkapitänin der kalifornischen Feuerwehr (Cal Fire), wurde am Montagabend mit mehreren Stichwunden in ihrem Haus im kalifornischen Ramona aufgefunden. Sanitäter:innen versuchten, ihr Leben zu retten, aber sie wurde noch am Tatort für tot erklärt.
Polizei verdächtigt Ehefrau mit kriminellem Hintergrund
Die Polizei wurde gegen 21 Uhr zu Marodis Haus gerufen, nachdem ein Notruf über einen Angriff mit einer tödlichen Waffe eingegangen war. Die Ermittler gehen von einem Fall häuslicher Gewalt aus. Die Polizei fahndet nun nach Marodis 53-jähriger Ehefrau Yolanda. Die beiden waren etwas mehr als zwei Jahre verheiratet.
Aus Gerichtsunterlagen geht hervor, dass Yolanda Marodi bereits 2003 wegen Totschlags verurteilt wurde. Sie hatte im Jahr 2000 ihren damaligen Ehemann Jim Olejniczak erstochen. Sie verbrachte mehr als 13 Jahre im Gefängnis, wurde später auf Bewährung entlassen und beendete ihre Bewährungszeit 2015.
Die Polizei vermutet, dass Yolanda Marodi nach Mexiko geflohen sein könnte. Die Polizei bittet die Bevölkerung um Hinweise zum Aufenthaltsort der Verdächtigen.
Kolleg:innen trauern um die engagierte Feuerwehrfrau
Rebecca Marodi arbeitete mehr als 30 Jahre für Cal Fire und war in den Bezirken Riverside, San Bernardino und San Diego im Einsatz. Im Jahr 2022 wurde sie zur Feuerwehrkapitänin in Temecula befördert. Neben ihrem aktiven Dienst engagierte sie sich in der psychologischen Betreuung von Feuerwehrleuten und im Gefahrgutteam.
„Sie zögerte nie, jemandem zu helfen, der Hilfe brauchte, und setzte sich immer für andere ein“, sagte Paul Selegue, Bataillonskommandeur von Cal Fire. Dort würdigte man Marodi als „hoch engagierte Feuerwehrfrau“, deren „Vermächtnis von Mentoring, Dienst und Hingabe noch lange nachwirken wird“. Ihre Kollegen hielten eine Prozession zu ihren Ehren ab, als ihr Leichnam in das Leichenschauhaus von San Diego überführt wurde.

