Wie die Berliner Polizei berichtet, soll ein 40 Jahre alter Mann am Samstagnachmittag im Hansaviertel einen 67-Jährigen aus ungeklärten Gründen körperlich attackiert haben. Der Angreifer schlug dem älteren Mann gegen Kopf und Rücken, trat auf ihn ein und beleidigte ihn mit homophoben Äußerungen.
Opfer wehrt sich mit Reizgas
Der 67-Jährige setzte sich gegen den Angriff zur Wehr, indem er Reizgas einsetzte. Der mutmaßliche Täter erlitt daraufhin Augenreizungen, lehnte jedoch eine medizinische Behandlung ab. Das Opfer blieb unverletzt.
Nach der Identitätsfeststellung wurden beide Männer entlassen. Die weiteren Ermittlungen hat der Polizeiliche Staatsschutz des Landeskriminalamts übernommen, da es sich mutmaßlich um Hasskriminalität handelt. Weitere Details zu den Beteiligten gab die Polizei nicht bekannt.
Für Hassverbrechen gegen sexuelle Minderheiten gibt es in Berlin eigene Ansprechpartner:innen
Angehörige sexueller Minderheiten, die Opfer von Hasskriminalität geworden sind, können in der deutschen Hauptstadt unter anderem auf der Internetwache der Polizei Berlin online eine Anzeige aufgeben.
Bei der Berliner Polizei gibt es zudem zwei Ansprechpersonen für LGBTI . Damit soll Angehörigen sexueller Minderheiten, die oft aufgrund ihrer eigenen Erfahrungen ein eher kritisches Verhältnis zur Polizei haben, das Erstatten einer Anzeige nach einem Übergriff erleichtert werden.

