HomeNewsSportÖBV-Präsident Miketic unterstützt Trumps Transgender-Politik im Sport

ÖBV-Präsident Miketic unterstützt Trumps Transgender-Politik im Sport

Der Präsident des österreichischen Boxverbands stellt sich klar hinter Donald Trump und spricht sich gegen die Teilnahme von Transgender-Frauen im Frauenboxen aus. Die Debatte gewinnt vor den Olympischen Spielen 2028 in Los Angeles an Brisanz.

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Der Präsident des Österreichischen Boxverbands (ÖBV), Igor Miketic, hat seine klare Haltung zur aktuellen Debatte um Transgender-Athletinnen im Leistungssport geäußert. In einem Interview mit der Tageszeitung Der Standard sagte er: „Ich gebe Donald Trump hundertprozentig recht.“ Miketic reagierte damit auf ein Dekret des US-Präsidenten, das trans Frauen von Frauenwettkämpfen bei den Olympischen Spielen 2028 in Los Angeles ausschließen soll.

Trump kündigt harte Linie gegen Transfrauen im Sport an

US-Präsident Donald Trump hatte im Februar angekündigt, er wolle bei den Spielen in Los Angeles „nicht tatenlos zusehen, wie Männer Frauen schlagen“. In einem Erlass untersagte er trans Frauen die Teilnahme an Frauenwettbewerben in den USA. Auch Visa sollen trans Frauen künftig verweigert werden, wenn diese versuchen, unter „betrügerischer Absicht“ als Frauen einzureisen.

Trump bezog sich damit auf zwei Athletinnen: die Algerierin Imane Khelif und die Taiwanerin Lin Yu-ting. Beide gewannen bei den Olympischen Spielen in Paris Gold – begleitet von Diskussionen über Chromosomensätze und hormonelle Vorteile. In Paris hatte das IOC die Startberechtigung anhand der Geschlechtsangabe im Reisepass beurteilt.

Miketic: „Männer sind Männer, Frauen sind Frauen“

„Ich unterstütze ihn voll und ganz. Männer sind Männer, und Frauen sind Frauen“, sagte Miketic über Trumps Standpunkt. Der 46-Jährige war selbst aktiver Boxer in Serbien und lebt heute mit seiner Familie in Österreich. Seine Tochter, selbst 14 Jahre alt und Boxerin, sei ein Grund für seine Haltung. „Ich möchte nicht, dass sie gegen Männer boxen muss“, betont er.

Im Fall von Imane Khelif zeigt sich Miketic jedoch pragmatisch. „Wenn Khelif so auf die Welt gekommen ist, ist das eine Tatsache. In Paris durfte sie boxen, in Los Angeles wird sie auch boxen dürfen“, meint er. Eine Teilnahme an den Olympischen Spielen 2028 hält er für möglich, sofern das IOC seine Linie nicht ändert.

„Boxen ist nicht Ballett“

Auf die Frage, ob er seine Tochter gegen Khelif antreten lassen würde, antwortete Miketic: „Ja, das würde ich. Und ich würde sie ordentlich darauf vorbereiten. Boxen ist nicht Ballett. Es gibt im Boxen immer stärkere, und es gibt schwächere.“

Der neue Weltverband World Boxing (WB), der den wegen Unregelmäßigkeiten ausgeschlossenen ehemaligen Box-Weltverband IBA ersetzen soll, wird sich voraussichtlich der Haltung des IOC anschließen und keine abweichenden Richtlinien für die Teilnahme von trans Athletinnen einführen.

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