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„Sichtbar, aber nicht gesehen“: Airyn De Niro über ihr Coming-out als trans Frau

In einem ausführlichen Interview gewährt Robert De Niros Tochter persönliche Einblicke in ihren Werdegang, ihre Herausforderungen und ihre Hoffnungen als trans Frau.

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Airyn De Niro, die 29-jährige Tochter von Schauspieler Robert De Niro und Ex-Model Toukie Smith, hat sich in einem Interview mit dem Magazin Them öffentlich als trans Frau geäußert. Im Gespräch schildert sie ihren persönlichen Weg, die Bedeutung ihrer Transition und die Schwierigkeiten, als queere Schwarze Frau in der Öffentlichkeit wahrgenommen zu werden.

„Ich war sichtbar. Ich glaube aber nicht, dass ich bisher gesehen wurde“, sagt Airyn mit Blick auf die mediale Berichterstattung, die über sie vor ihrer öffentlichen Erklärung kursierte. Nachdem Paparazzi sie im März 2025 fotografiert hatten, veröffentlichten mehrere Boulevardmedien Artikel über ihren „veränderten Look“, ohne mit ihr Kontakt aufgenommen zu haben.

Wunsch nach Selbstbestimmung und Kritik an Schlagzeilen

Airyn kritisiert, dass Medien ihren Auftritt reduziert hätten – auf ihr Äußeres und ihre prominente Abstammung: „Nicht nur haben sie falsche Informationen über mich verbreitet, sie haben mich auf meine Geschlechtsidentität und meinen Vater reduziert.“ Besonders störte sie, dass sie als „Nepo Baby“ bezeichnet wurde, obwohl sie ihre Karriere unabhängig aufbauen möchte.

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„Ich bin nicht damit aufgewachsen, Nebenrollen in Papas Filmen zu bekommen oder bei Premieren zu erscheinen“, stellt sie klar. „Mein Vater war sehr darauf bedacht, dass wir unseren eigenen Weg finden.“

Erfahrungen mit Ausgrenzung und Idealbildern

Im Interview spricht Airyn auch offen über ihre Kindheit und Jugend. Als queere, Schwarze und korpulentere Person habe sie sich oft ausgeschlossen gefühlt: „Ich war immer entweder zu viel oder zu wenig: zu groß, nicht dünn genug, nicht weiß genug, nicht Schwarz genug.“

In ihrer Highschool-Zeit outete sie sich zunächst als schwuler Mann, fühlte sich jedoch auch in der queeren Szene nicht vertreten: „[Viele] Schwule waren rücksichtslos und gemein. Ich habe einfach nicht in das Schönheitsideal gepasst.“

Einflüsse Schwarzer trans Frauen und femininer Vorbilder

Ein zentraler Wendepunkt für Airyn war der Entschluss, im November 2024 mit einer Hormontherapie zu beginnen. Die Inspiration dafür fand sie bei anderen trans Frauen des öffentlichen Lebens. „Wenn trans Frauen ehrlich und offen sind, vor allem in öffentlichen Räumen wie sozialen Medien, und man sie in ihrem Erfolg sieht… dann denke ich: Vielleicht ist es nicht zu spät für mich.“

Airyn hebt besonders den Einfluss Schwarzer Frauen auf ihr Selbstbild hervor: „Ein großer Teil meiner Transition ist auch die Verbindung zu meiner Blackness. Ich fühle mich ihnen dadurch näher.“

Berufliche Ziele und Frustrationen im Castingprozess

Obwohl sie aus einer berühmten Familie stammt, möchte Airyn beruflich auf eigenen Beinen stehen. Seit sieben Jahren bewirbt sie sich für Sprecherrollen und Modeljobs. „Ich habe zwei Mal für League of Legends vorgesprochen“, erzählt sie. „Das ist eins meiner Lieblingsspiele. Es wäre ein riesiger Moment für mich gewesen – aber es hat nicht geklappt.“

Auch für die Serie Euphoria bewarb sie sich – die Rolle der Jules ging schließlich an Hunter Schafer. Dennoch lässt sich Airyn nicht entmutigen: „Ich will ein Vorbild sein – für Schwarze, queere, nicht dünne Menschen.“

Kampf für inklusive Repräsentation und mentale Gesundheit

Neben ihrer kreativen Arbeit studiert Airyn derzeit, um psychologische Beraterin zu werden. Sie will insbesondere queeren Menschen of Color helfen: „Die Psychologie war lange auf die Perspektive weißer, hetero Männer ausgerichtet. Ich will Teil einer Veränderung sein.“

Ihre Motivation formuliert sie so: „Ich hoffe, dass ich anderen helfen kann, sich selbst besser zu fühlen – während ich gleichzeitig versuche, mich selbst zu heilen.“

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