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Vater tötet Sohn wegen Kontakts zu trans Personen

In der pakistanischen Metropole Karachi hat ein Vater seinen 21-jährigen Sohn getötet. Der Grund: Der junge Mann hatte trotz des ausdrücklichen Verbots seines Vaters weiterhin den Kontakt zu trans Personen gepflegt. 

Vater gesteht Mord an eigenem Sohn

Die Polizei bestätigte, dass der Mann die Tat gestanden habe. Er sei nach eigenen Angaben davon überzeugt gewesen, dass sein Sohn eine sexuelle Beziehung mit einer transgeschlechtlichen Person führte, was für ihn eine Schande bedeutete.

Ein Sprecher der Polizei erklärte gegenüber der Deutschen Presse-Agentur (dpa): „Der Vater sagte aus, dass er seinen Sohn zunächst mit Elektroschocks folterte und ihn anschließend mit einer Schaufel schlug – so schwer, dass dieser daran starb.“ Der Mann wurde kurz nach der Tat festgenommen. Die Ermittlungen dauern an.

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Sorge um den Ruf der Familie als Tatmotiv

Der Täter begründete seine Gewalttat mit der Angst um den sozialen Ruf der Familie. Laut Polizei habe er seinem Sohn mehrfach befohlen, den Kontakt zu trans Menschen abzubrechen. Als dieser sich weigerte, eskalierte die Situation.

„Er war wütend und fühlte sich entehrt“, sagte der Ermittler weiter. Der Vater habe nicht akzeptieren können, dass sein Sohn sich außerhalb traditioneller Geschlechterrollen bewegte und Freundschaften pflegte, die im konservativen Teil der pakistanischen Gesellschaft als Tabubruch gelten.

Das Verbrechen hat in sozialen Netzwerken und unter Menschenrechtsgruppen erneut eine Debatte über patriarchale Gewalt und die gefährdete Lage queerer Menschen in Pakistan ausgelöst.

Gewalt gegen trans Personen in Pakistan

Trans Menschen leben in Pakistan trotz gesetzlichem Diskriminierungsschutz meist am Rande der Gesellschaft. Immer wieder werden sie Opfer von Belästigung, Missbrauch und sogar Mord. Laut Aktivist:innen besteht eine tiefe gesellschaftliche Ablehnung, die oft in Gewalt umschlägt.

Die Regierung hatte im Jahr 2022 eine Hotline eingerichtet, bei der sich trans Personen melden können, wenn sie bedroht oder angegriffen werden. Menschenrechtsorganisationen sehen in solchen Maßnahmen jedoch nur einen kleinen Schritt. Der Schutz in der Praxis bleibt aber vielerorts unzureichend.

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