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Nina Horowitz: „Liebe ist ein kleines Wunder“

Im Ö3-Interview sprach ORF-Kupplerin Nina Horowitz über ihre Arbeit bei „Liebesg’schichten und Heiratssachen“, ihr Coming-out und den Tod ihres Vaters.

Seit sechs Jahren bringt Nina Horowitz in der beliebten ORF-Sendung „Liebesg’schichten und Heiratssachen“ Menschen zusammen, die auf der Suche nach der großen Liebe sind. Heute startet die neue Staffel. Gestern war die 48-jährige Wienerin zu Gast beim „Frühstück bei mir“ auf Ö3, wo sie sehr persönliche Einblicke in ihr Leben gab.

„Liebe ist ein kleines Wunder, wenn zwei Menschen zueinanderfinden“, sagte Horowitz der Moderatorin Claudia Stöckl. Die TV-Journalistin beschrieb, wie erfüllend es sei, Teil von Liebesgeschichten zu sein, die sich durch die Sendung entwickeln: „Viele wissen gar nicht genau, was Liebe ist, sehnen sich aber sehr danach. Umso schöner ist es, wenn ich erlebe, dass jemand durch die Sendung tatsächlich die große Liebe findet. Daran beteiligt zu sein, ist ein unglaubliches Gefühl.“

Offenes Gespräch über Einsamkeit und Coming-out

Im Interview sprach Horowitz nicht nur über andere, sondern auch über sich selbst – und wurde dabei sehr offen. Auf die Frage, ob sie Einsamkeit kenne, antwortete sie klar: „Ja, sehr. Vor allem in der Zeit, als ich noch nicht wusste, was mit mir los ist. Bevor ich erkannt habe, dass ich lesbisch bin, habe ich mich oft einsam gefühlt.“

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Ihr Coming-out erlebte Horowitz mit 19 Jahren. Damals habe sie gemerkt, dass sie sich mehr zu Frauen hingezogen fühle. „Ich habe das lange verdrängt, weil es kaum Vorbilder gab – Ellen DeGeneres war damals noch kein Thema. Eine Zeit lang habe ich mein Leben versteckt, aber irgendwann outet man sich. Und dann merkt man: Es ist gar nichts dabei. Oft sagt das Gegenüber einfach: ‚Na endlich‘.“

Familie mit ihrer Frau und zwei Töchtern

Seit rund 20 Jahren lebt Horowitz mit ihrer Frau zusammen. Gemeinsam ziehen sie elfjährige Zwillingstöchter groß. Die Liebe sei bei ihnen schnell gewachsen: „Manchmal kann Liebe auch leicht sein, es war nicht schwierig.“ Ihr persönliches Rezept für eine stabile Beziehung: „Reden, gerade über Gefühle. Schauen, dass die Paar-Ebene bestehen bleibt, vor allem wenn Kinder da sind. Und man muss sich gemeinsam weiterentwickeln.“

Ein weiteres Thema des Gesprächs war der Tod ihres Vaters, des bekannten Fotografen und Journalisten Michael Horowitz. Er starb im vergangenen Jahr nach einer kurzen, schweren Krebserkrankung. „Das war der maximale Kontrollverlust“, so Horowitz über die letzten Wochen. „Es ging alles so schnell, das muss man erst einmal verkraften. Aber ich konnte ihm alles sagen, was mir wichtig war. Wir haben uns gut verabschiedet.“

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