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Vier Millionen vom Tourismusfonds für Innsbrucks ESC-Bewerbung

Der Innsbrucker Gemeinderat hat dem Finanzierungspaket für den Eurovision Song Contest 2026 zugestimmt. Mit bis zu vier Millionen Euro beteiligt sich auch der Tourismusförderungsfonds – das Gesamtbudget liegt bei knapp 20 Millionen Euro.

Die Bewerbung Innsbrucks für den 70. Eurovision Song Contest im Jahr 2026 nimmt konkrete Formen an – auch finanziell. In einer nicht öffentlichen Sitzung hat der Gemeinderat das Host-City-Paket beschlossen. Damit will Innsbruck gegen Wien antreten und sich als Austragungsort durchsetzen.

Das geplante Budget beläuft sich auf 19,47 Millionen Euro, wobei der tatsächliche Finanzierungsaufwand laut Stadt bei rund 17 Millionen Euro liegen soll. Die Differenz ergibt sich aus Sachleistungen, etwa der kostenfreien Nutzung der Olympiahalle als Veranstaltungsort. Zum Vergleich: Der ESC in Basel kostete 2025 rund 60 Millionen Schweizer Franken, das sind mehr als 64 Millionen Euro.

Vier Millionen Euro vom Land für den Tourismusanteil

Einen erheblichen Teil der Finanzierung übernimmt der Tourismusbereich. Laut Tourismuslandesrat Mario Gerber von der ÖVP soll der Tourismusförderungsfonds mit maximal vier Millionen Euro zum Budget beitragen. Weitere sechs Millionen Euro steuert Innsbruck Tourismus selbst bei.

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„Es ist zweifellos ein touristisches Event. Genau für solche Projekte gibt es den Fonds“, erklärte Gerber am Donnerstag. Die Mittel stammen aus Pflichtbeiträgen der Betriebe sowie aus Zuschüssen des Landes Tirol.

Gerber stellte allerdings klar, dass die vier Millionen Euro die Obergrenze darstellen: „Darüber hinaus gibt es keine Zusage.“

Opposition kritisiert Geheimsitzung

Die Entscheidung, die Abstimmung im nichtöffentlichen Teil des Gemeinderats durchzuführen, sorgte erneut für Kritik. Die Opposition war nicht eingebunden und stimmte geschlossen gegen das ESC-Paket. Mehrere Mandatare sprachen von fehlender Transparenz und „Hinterzimmerpolitik“.

Bürgermeister Johannes Anzengruber (JA – Jetzt Innsbruck) verteidigte das Vorgehen. Die Stadt sei an eine Geheimhaltungsklausel des ORF gebunden gewesen, ohne die sie keine Einblicke in die Ausschreibungsunterlagen erhalten hätte. Diese sei notwendig gewesen, um rechtliche Risiken zu vermeiden.

Innsbruck und Wien im Rennen – Entscheidung im August

Der ORF hat bereits mit den Städten Innsbruck und Wien Verhandlungen aufgenommen. In der Olympiaworld Innsbruck und der Wiener Stadthalle fanden Vor-Ort-Besichtigungen statt. Während Wien mit dem Slogan „Europe, shall we dance?” antritt, verspricht Innsbruck urbane Atmosphäre in alpiner Kulisse mit dem Slogan „Together on Top”.

ORF-Generaldirektor Roland Weißmann zeigte sich von beiden Städten beeindruckt: „Beide bringen gute Rahmenbedingungen und spürbare Begeisterung mit.“ Die Entscheidung des ORF wird in der zweiten Augusthälfte erwartet.

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