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Sexuelle Gesundheit: Deutlich mehr Tests in Klagenfurt

Der Checkpoint sexuelle Gesundheit in Klagenfurt verzeichnet einen starken Anstieg bei Beratungen und Testungen. Mit neuem Namen und erweitertem Angebot steigt auch die Akzeptanz in der Bevölkerung.

Der frühere Name „aidsHilfe Kärnten“ ist Geschichte – seit mehr als einem Jahr firmiert die Einrichtung als „Checkpoint sexuelle Gesundheit“. Das neue Branding zahlt sich offenbar aus. Laut Leiter Günther Nagele stieg die Zahl der Klientinnen und Klienten um fast ein Drittel.

Breiteres Testangebot spricht mehr Menschen an

„Wir sind nicht mehr nur als Aids-Hilfe im Gedächtnis. Als Checkpoint kommen die Leute leichter zu uns. Die Schwelle ist niedriger geworden“, sagte Nagele dem ORF Kärnten. Neben einem neuen Außenauftritt setzt der Checkpoint auch auf verstärkte Öffentlichkeitsarbeit – mit Erfolg.

Früher beschränkten sich die Testangebote hauptsächlich auf HIV. Nun testet das Team mehrmals pro Woche auf alle gängigen sexuell übertragbaren Infektionen (STI), darunter Syphilis, Chlamydien, Gonorrhoe und Hepatitis B. Termine sind bequem online buchbar.

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Krankheiten gut behandelbar – frühe Tests entscheidend

Die Zahl der durchgeführten Abstriche hat sich seit der Erweiterung vervierfacht. Besonders auffällig ist der steigende Anteil weiblicher Klientinnen. „Die Frauen wollen wissen, ob eine Infektion stattgefunden hat und das ist etwas, was man in der gynäkologischen Vorsorgeuntersuchung eher nicht erfragt“, erklärt Nagele.

Obwohl die Zahl der sexuell übertragbaren Krankheiten steigt, bleibt die medizinische Einschätzung positiv: Frühzeitig erkannte sexuell übertragbare Krankheiten lassen sich gut behandeln. Genau deshalb sei das niedrigschwellige Angebot des Checkpoints besonders wichtig, heißt es auch vom Land Kärnten, das die Einrichtung deshalb mit jährlich 260.000 Euro unterstützt.

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