Der Schütze regiert vom 22. November bis 21. Dezember und gehört zum Element Feuer – allerdings ohne die Hitze von Widdern oder das Drama von Löwen. Schützen sind Abenteurer, Reisende, Visionäre. Sie suchen das Weite, das Neue, das Herausfordernde. Stillstand? Gibt’s für sie nicht. Weder im Kopf, noch im Alltag, schon gar nicht in der Liebe.
In der queeren Szene sind sie oft dort zu finden, wo etwas Ungewöhnliches passiert: beim Drag-Workshop in einem Hinterhof, beim spontanen Roadtrip zu einem Festival, auf einer Tanzfläche, die man nicht googeln kann. Sie lieben Freiheit – und geben sie auch anderen.
Flirten wie ein Roadmovie
Ein Schütze flirtet, als hätte er einen Flug zu erwischen. Schnell, direkt, charmant. Sie verschwenden keine Zeit mit falscher Bescheidenheit. Wenn sie dich gut finden, sagen sie es. Und wenn nicht, dann auch. Was manche als taktlos empfinden, ist bei ihnen einfach Ehrlichkeit – nie böse gemeint, aber oft gnadenlos offen.
Wir hatten fünf Minuten geredet, dann meinte er: ‚Du bist nicht mein Typ, aber du wirkst interessant. Kaffee?‘ Ich fand’s fast schon süß – weil’s so ehrlich war.
Lukas (28), Wien
Schützen sind keine Strategen. Sie folgen ihrer Intuition. Das kann unberechenbar wirken – aber selten langweilig.
Sex: Spontan, direkt, mit Spaßfaktor
Schützen haben selten Hemmungen – weder im Reden noch im Bett. Für sie ist Sex kein Mysterium, sondern ein Teil des Lebens, den man genießen darf. Spielerisch, aktiv, manchmal überraschend, oft humorvoll. Sie mögen keine Routinen, sondern Abwechslung.
Fetische? Möglich. Kinks? Wenn’s passt, warum nicht. Wichtig ist nur: Es soll leicht bleiben. Zu viel Ernst oder emotionale Abhängigkeit schalten sie ab. Wer dagegen Lust auf körperliche Neugier mit Augenzwinkern hat, ist hier richtig.
Beziehung? Ja – aber nicht auf Knopfdruck
Trotz ihres Freiheitsdrangs können Schützen treue Partner sein. Aber es muss sich für sie freiwillig anfühlen. Wer sie festnageln will oder mit Ultimaten kommt, erreicht das Gegenteil. Sie binden sich, wenn sie das Gefühl haben, dass die Beziehung sie wachsen lässt – nicht, wenn sie ihnen Grenzen aufzeigt.
Sie brauchen Partner, die nicht klammern, die mitziehen oder sie zumindest nicht bremsen. Und sie schätzen Ehrlichkeit. Nichts macht sie schneller kalt als Spielchen oder Manipulation. Wer klar sagt, was er will, bekommt bei ihnen meist ein ehrliches Ja – oder ein ebenso ehrliches Nein.
Er meinte direkt, er will keine klassische Beziehung. Zwei Monate später waren wir trotzdem sowas wie fest zusammen. Nur eben auf unsere Art.
Chris (35), Graz
Mit wem es beim Schützen funkt
Am besten verstehen sich Schützen mit Luftzeichen wie Zwillinge oder Wassermann, die geistig mithalten können und keine starren Erwartungen haben. Auch mit Widdern funkt es – beide teilen Energie und Direktheit. Mit Löwen kann es eine explosive, aber leidenschaftliche Kombi werden.
Weniger gut klappt es mit Krebsen oder Fischen, die mehr emotionale Sicherheit wollen. Auch Steinböcke sind oft zu strukturiert – da prallen zwei Lebensstile aufeinander. Und Skorpione? Zu tief, zu intensiv – für den Schützen schnell zu viel.
In der Szene: Immer auf Achse
Schützen sind selten lange an einem Ort. Heute Berlin, morgen Tel Aviv, übermorgen schon wieder am Berg oder im Club in einer ganz anderen Stadt. Sie haben Freunde überall, aber selten klassische Cliquen. Ihre Unverbindlichkeit ist kein Desinteresse, sondern Teil ihres Naturells.
Sie lieben Diskussionen – über Politik, Spiritualität, Sex. Dabei sind sie offen, neugierig, manchmal auch provokant. Ihr Stil? Weniger Perfektion, mehr Ausdruck. Man erkennt sie eher am Lachen als am Look.
Prominente Schützen mit Queer-Vibes
Billy Porter (21. Dezember) bringt die Schütze-Energie auf den Punkt: laut, frei, furchtlos. Und der legendäre schwule Modedesigner Gianni Versace (2. Dezember) – exzentrisch, visionär, international – zeigt, was ein Schütze sein kann, wenn er sich nicht einschränken lässt.

