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Rob Halford: „Judas Priest“-Sänger heiratet seinen langjährigen Partner

Metal-Legende Rob Halford hat nach 35 Jahren Beziehung still und leise geheiratet – in einer kleinen Zeremonie im engsten Kreis.

Rob Halford, Frontmann der britischen Band Judas Priest, hat bestätigt, dass er bereits vor einem Jahr seinen langjährigen Partner Thomas geheiratet hat. Im Podcast Queer the Music sprach der 74-Jährige offen über die späte Entscheidung zur Ehe – und warum es so lange gedauert hat.

„Wir sind seit 35 Jahren zusammen“, sagte Halford im Gespräch mit Moderator Jake Shears. „Ich habe ihn oft gefragt: ‚Lass uns heiraten.‘ Aber er hat immer abgelehnt.“ Der Grund: Thomas stammt aus Alabama, einer Region, die Halford als „extrem konservativ“ beschreibt.

„Ich habe irgendwann aufgehört zu fragen. Und dann – völlig unerwartet – meinte er bei einem unserer Spaziergänge: ‚Ich glaube, wir sollten heiraten.‘ Ich bin sofort nach Hause gerannt und habe einen Pastor organisiert“, erinnerte sich Halford lachend.

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Schlichte Zeremonie unter Freunden

Nur vier Personen waren bei der Hochzeit anwesend – die beiden Eheleute, ein Pastor und zwei enge Freunde.

Die Trauung fand in einem privaten Rahmen statt – am Pool, neben einem Kaktus, wie Halford erzählte. „Es war eine einfache, schöne Zeremonie. Ganz schnell vorbei, aber genau richtig für uns.“

Anwesend waren neben dem Paar ein lizenzierter Pastor sowie Jim Silvia, der langjährige Tourmanager von Judas Priest, und dessen Ehefrau. Für Halford stand nicht die Öffentlichkeit, sondern der Moment im Vordergrund.

Ehe als Zeichen der Verbindung

Für Halford hat die Ehe eine neue Tiefe in die Beziehung gebracht – auch wenn das Dokument für ihn nicht im Mittelpunkt steht.

„Ist eine Ehe wichtig? Das muss jeder für sich selbst beantworten“, sagte er im Podcast. „Für manche ist es nur ein Stück Papier, aber für uns war es ein schöner Schritt. Es fühlt sich an, als ob man etwas abgeschlossen hat – die Beziehung erreicht dadurch eine neue Ebene.“

Halford lebt heute in Phoenix, Arizona, hat aber auch Wohnsitze in Walsall (England) und Amsterdam. Er war bereits zwischen 1972 und 1991 Sänger von Judas Priest und ist seit 2003 wieder festes Mitglied der Band.
Homophobie bleibt Thema – auch im Metal

Trotz seines langjährigen Coming-outs spürt Halford auch heute noch Vorbehalte – besonders in den USA.
Im Gespräch mit Jake Shears sprach Halford offen über seine Erfahrungen mit Homophobie. „Ich lebe seit den 80ern in Amerika. Es hat sich viel verändert, aber es gibt immer noch Vorurteile.“ Oft höre er von Fans: „Ich liebe Judas Priest, aber ich bin nicht schwul.“

Diese Aussagen kommentierte Halford mit einem Lachen, betonte aber auch seinen Wunsch nach Akzeptanz: „Wenn ich auf die Bühne gehe und das Publikum Judas Priest feiert, dann weiß ich, dass sie wegen der Musik da sind. Und das ist das Einzige, was zählt.“

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