HomeStars & PromisEurovision Song ContestIst das Österreichs Beitrag zum ESC 2026?

Ist das Österreichs Beitrag zum ESC 2026?

Das Rennen um das Ticket zum Eurovision Song Contest 2026 in Wien ist eröffnet. Zahlreiche Acts aus Pop, Dialektmusik und Rock haben ihre Teilnahme angekündigt. Der ORF setzt dabei erstmals seit Jahren wieder auf eine große Live-Show mit Jury und Publikumsabstimmung.

Nach zehn Jahren bringt der ORF wieder einen öffentlichen Vorentscheid für den Eurovision Song Contest (ESC) auf die Bühne. Am 20. Februar 2026 findet in Wien die Show „Vienna Calling“ statt, bei der zwölf Acts um die Teilnahme am ESC im eigenen Land kämpfen.

Rückkehr zur großen Vorentscheidung

„Unser erklärtes Ziel ist es, das ganze Land einzubinden und zu begeistern“, sagte ORF-Programmdirektorin Stefanie Groiss-Horowitz bei der Präsentation der Show. Zwei Jurys – eine national, eine international besetzt – sowie das Publikum entscheiden gemeinsam.

Die Bewerbungsfrist läuft noch bis zum 15. Oktober. Schon jetzt zeichnet sich ein starker Trend zu Mundart ab. Das letzte Mal setzte Österreich 2012 mit „Woki mit deim Popo“ auf Deutsch, allerdings ohne Erfolg. Nun hoffen viele Acts, dass Dialekt beim Heim-ESC 2026 für frischen Wind sorgt.

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Erste Kandidaten im Rampenlicht

Nun gibt es erste Informationen zu den potenziellen Bewerbern. Das berichtet die Kleine Zeitung . Zu ihnen gehört beispielsweise die Mountain Crew aus Oberösterreich. Moderator Florian Silbereisen beschrieb die Band als „hellwach wie Espresso und reinhaut wie Chianti“. Mit ihrer neuen Partynummer „Känguru“, die von ESC-Veteran Alexander Kahr produziert wurde, wollen sie Spaß und Energie auf die Bühne bringen.

Auch die Südsteirer setzen auf gute Laune. Die Gruppe aus Leibnitz mischt volkstümliche Klänge mit modernem Party-Sound und arbeitet an einem eigenen Song für die Show. Eine andere Richtung schlägt Kayla Krystin aus Innsbruck ein. Mit ihrer kräftigen Soul-Stimme tritt sie diesmal im Tiroler Dialekt an. Beim letzten internen Vorentscheid war sie noch mit einer englischen Country-Nummer im Rennen.

Starke Stimmen aus Tirol und Kärnten

Für Aufsehen sorgte zuletzt Lena Schaur aus Tirol, die beim Wettbewerb „Soundcheck“ von den Juroren Cesár Sampson und JJ hochgelobt wurde. „Sie hat eine krasse Stimme. Ich sehe sie voll beim ESC“, so JJ. Auch Österreichs ESC-Veteran Eberhard Forcher zeigte sich beeindruckt und sagte: „Sie stellt sich mit ihrer Gitarre auf die Bühne und alles ist ruhig im Saal.“ Schaur soll mit einem englischsprachigen Titel antreten wollen.

Aus Kärnten kommt Christof Schratt, auch Krystof genannt, der gemeinsam mit dem Songwriter Christof Straub ein groß angelegtes musikalisches Gebet einreichen wird. Ebenfalls im Bewerberfeld ist Berenice aus Fürstenfeld, die einst als Backgroundsängerin für Andreas Gabalier tätig war und nach Informationen der Kleinen mit einer kraftvollen englischsprachigen Ballade antreten möchte.

Rock, Metal und Pop im Bewerberfeld

Auch die Symphonic-Metal-Band Visions of Atlantis meldet sich zurück. Sie war in den vergangenen Jahren bereits zweimal im internen ORF-Finale dabei und möchte dieses Mal mit einer Hymne antreten. Die Grazer Funk-Pop-Band Candlelight Ficus wagt den Schritt in den Dialekt, während Egon7 aus der Steiermark ein sanftes Duett in Mundart vorbereitet.

Neben den etablierten Bands hat auch die ehemalige DSDS-Teilnehmerin und Lugner-„Wildsau“ Lydia Kelovitz ihre Bewerbung angekündigt. Zudem zeigt die experimentelle Formation Polkagott Interesse. Damit sind bereits mehrere Genres – von volkstümlich über Pop bis hin zu Metal – im Rennen um das ESC-Ticket.

Hohe Erwartungen an den Vorentscheid

Die Spannung steigt, denn das Heimspiel beim ESC 2026 in Wien weckt große Hoffnungen. Nachdem der ORF in den vergangenen Jahren interne Auswahlverfahren durchgeführt hat, setzt er diesmal bewusst auf die Beteiligung des Publikums. „Es geht um Musik, Vielfalt und Emotionen. Wir wollen, dass sich alle in diesem Prozess wiederfinden”, hört man am Küniglberg.

Bis Februar bleibt offen, welche zwölf Acts schließlich im Rampenlicht stehen werden. Klar ist nur: Das Rennen um das ESC-Ticket hat begonnen – und die ersten Kandidaten sorgen schon jetzt für Gesprächsstoff.

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