Seit dem 1. Oktober 2017 dürfen gleichgeschlechtliche Paare in Deutschland heiraten. In Sachsen-Anhalt haben seitdem 1.834 Paare dieses Recht genutzt. Das teilte das Statistische Landesamt des Bundeslandes mit.
Dabei liegt der Anteil von Frauenpaaren mit 1.035 Ehen deutlich über dem von Männerpaaren, von denen sich 799 trauen ließen. Die Statistik erfasst alle Eheschließungen gleichgeschlechtlicher Paare seit Inkrafttreten des Gesetzes.
Fast 500 Lebenspartnerschaften in Ehen umgewandelt
Viele gleichgeschlechtliche Paare lebten bereits in einer eingetragenen Lebenspartnerschaft, als das neue Gesetz die Ehe für alle öffnete. Seit 2017 haben sich 485 Paare dafür entschieden, ihre Lebenspartnerschaft in eine Ehe umzuwandeln.
Die rechtlichen Hürden dafür sind gering: Ein Antrag beim Standesamt genügt. Solche Umwandlungen gelten statistisch nicht als neue Eheschließungen, werden aber separat erfasst.
Anteil gleichgeschlechtlicher Ehen stabil bei rund 2,3 Prozent
Im Jahr 2024 gaben sich in Sachsen-Anhalt 179 gleichgeschlechtliche Paare das Ja-Wort. Das entspricht etwa 2,3 Prozent aller Eheschließungen im Bundesland, wie das Landesamt mitteilte. Ähnliche Werte waren bereits in den Vorjahren zu beobachten.
Die rechtliche Grundlage für die Ehe für alle wurde im Juni 2017 im Bundestag beschlossen. Das entsprechende Gesetz trat am 1. Oktober 2017 in Kraft. Seitdem können schwule und lesbische Paare heiraten und sind in allen Belangen, etwa beim Steuerrecht oder beim Adoptionsrecht, mit verschiedengeschlechtlichen Ehen gleichgestellt.

