HomeNewsChronik"Schwulenkrebs" und Candy Crush: Passagier mit 15 Masken bringt Flug zur Notlandung

„Schwulenkrebs“ und Candy Crush: Passagier mit 15 Masken bringt Flug zur Notlandung

Ein Flug von Minneapolis nach Newark musste am Freitagmorgen in Chicago notlanden, nachdem ein offensichtlich verwirrter Mann an Bord homophobe Tiraden geschrien hatte. Der bis zur Unkenntlichkeit maskierte Passagier sorgte mit wilden Verschwörungstheorien und Panikrufen für Aufregung.

Der Flug des US-Billigfliegers Sun Country Airlines sollte um kurz nach sieben Uhr in Minneapolis starten und gemütlich Richtung New Jersey fliegen. Doch daraus wurde nichts. Kurz nach dem Start begann ein Mann, laut Zeugen mit „nicht weniger als 15 Masken im Gesicht“, lautstark über Mitglieder der LGBTI-Community zu schimpfen.

„Er rief, dass Schwule ihn verfolgt, verstrahlt und gekocht hätten“, erzählte der Mitreisende Seth Evans der Minnesota Star-Tribune. Der Ton sei aggressiv gewesen, die Stimmung zunehmend angespannt. Zwischendurch habe der Mann behauptet, die queere Community habe ihm Krebs gegeben und schließlich, das Flugzeug werde „gleich abstürzen“.

Zwischen Candy Crush und Chaos

Während die Crew versuchte, die Lage zu beruhigen, wechselte der Passagier offenbar zwischen Wutausbrüchen und Spielpausen. „Er hat geschrien, dann wieder ruhig ‚Candy Crush‘ gespielt, dann wieder geschrien“, so Evans. Die skurrile Szene war kaum zu fassen.

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Irgendwann folgte dann der Satz, der für kollektives Stirnrunzeln sorgte: „Trump ist hier!“ Da der Mann weiterhin randalierte, entschieden die Piloten sich für eine vorzeitige Landung in Chicago.

Festnahme auf dem Rollfeld

Am O’Hare International Airport erwartete die Polizei den Maskenmann bereits. Beamte legten ihm Handschellen an und führten ihn aus der Maschine. Alle übrigen Passagiere mussten zunächst an Bord bleiben und wurden anschließend von US-Marshals befragt. Erst danach durfte der Flug nach Newark abheben.

„Der Flug landete ohne Zwischenfall, und der betreffende Passagier wurde den Behörden übergeben“, erklärte Sun Country Airlines in einem Statement. Das Unternehmen dankte den Reisenden für ihre Geduld „während der Unterbrechung“.

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