HomeNewsChronikLebenslange Haft für Pornodarsteller nach Doppelmord an schwulem Paar

Lebenslange Haft für Pornodarsteller nach Doppelmord an schwulem Paar

In London ist ein kolumbianischer Pornodarsteller zu lebenslanger Haft verurteilt worden. Er hatte zwei Männer, die ihn bei sich aufgenommen hatten, brutal ermordet, zerstückelt und versucht, die Leichen zu entsorgen. Die Geschworenen sprachen von einer „zutiefst grausamen Tat“.

Der 35-jährige Yostin M., der in seiner Heimat als Pornodarsteller tätig war, wurde am Freitag von einem Londoner Gericht zu einer lebenslangen Freiheitsstrafe verurteilt. Er hatte zwei Männer, bei denen er untergekommen war, brutal ermordet, zerstückelt und versucht, die Leichen zu entsorgen.

Urteil nach grausamem Doppelmord

Der Vater zweier Kinder, der verheiratet ist, muss mindestens 42 Jahre hinter Gittern bleiben, bevor eine mögliche Entlassung geprüft werden kann. Anschließend soll er nach Kolumbien abgeschoben werden.

Richter Bennathan nannte den Täter „teuflisch“ und sprach von einem „zutiefst brutalen und abscheulichen Mord“. Bei der Durchsuchung seiner Geräte fanden Ermittler außerdem mehr als 5.500 kinderpornografische Bilder, weshalb er zusätzlich verurteilt wurde.

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Opfer vertrauten ihrem Mörder

Die beiden Opfer, Albert A. (62) und sein Lebenspartner Paul L. (71), lebten im Londoner Stadtteil Shepherd’s Bush. Sie hatten Yostin M. bereits im Jahr 2012 über schwule Webcam-Seiten kennengelernt. Albert A. bezahlte ihn regelmäßig für Online-Sex-Sessions und lud ihn im Jahr 2023 nach England ein.

Er finanzierte dem Kolumbianer Unterkunft, Sprachunterricht, Fitnessstudio und Freizeitaktivitäten. Das Paar reiste sogar gemeinsam mit ihm nach Kolumbien. Freunde beschrieben Albert A. als großzügig und hilfsbereit – niemand ahnte, dass sein Gast einen tödlichen Plan verfolgte.

Mordplan mit erschreckender Kaltblütigkeit

Laut Angaben der Staatsanwaltschaft begann M. spätestens im Sommer 2024, den Mord zu planen. Internetrecherchen zeigten, dass er gezielt nach Wegen suchte, wie man mit Werkzeugen tödliche Verletzungen zufügen kann. Am 8. Juli setzte er seinen Plan schließlich um.

Zunächst griff er den älteren Partner Paul L. mit einem Hammer an und erschlug ihn. Anschließend versteckte er die Leiche unter dem Bett. Als Albert A. nach Hause kam, hatte der Täter zunächst Sex mit ihm, bevor er ihn mit einem Messer 22 Mal stach – im Gesicht, am Hals und an den Oberarmen. Während das Opfer im Sterben lag, verspottete er es mit den Worten: „Gefällt dir das?”

Tat vor laufender Kamera

In der Wohnung des Paares befanden sich Kameras, die ursprünglich für gemeinsame Sex-Sessions gedacht waren. Sie zeichneten die grausame Tat auf. Vor Gericht musste die Jury sich das Video ansehen – eine Szene, die laut Richter Bennathan „kaum zu ertragen“ war.

Nach der Tat zerstückelte M. die Leichen. Einige Körperteile legte er in eine Tiefkühltruhe, andere verstaute er in einem Koffer. Er plünderte die Bankkonten seiner Opfer und bestellte noch am selben Tag eine Gefriertruhe, um die Spuren zu beseitigen.

Fluchtversuch endete auf Brücke

Zwei Tage nach dem Doppelmord wollte der Täter die Leichenteile im Fluss Avon in Bristol entsorgen. Als er auf der Clifton Suspension Bridge jedoch einen Radfahrer um Hilfe bat, bemerkte dieser, dass Blut aus dem Koffer tropfte. Der Zeuge alarmierte sofort die Polizei.

M. floh, konnte aber noch in der Nähe der Brücke festgenommen werden. Ein psychiatrisches Gutachten bescheinigte ihm volle Schuldfähigkeit. Laut Gericht handelte er aus Habgier, da er das Vermögen und die Wohnung seiner Opfer an sich bringen wollte.

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