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Meritus: Auszeichnung für gelebte Vielfalt in Arbeitswelt zum neunen Mal verliehen

IKEA, AMS, Johann-Strauß-Apotheke und QWIEN unter den Preisträger:innen – ÖBB mit Sonderehrung für kontinuierliches Engagement

In Wien wurde nun zum neunten Mal der Meritus verliehen, die österreichische Auszeichnung für LGBTI-Inklusion in der Arbeitswelt. In feierlichem Rahmen ehrte die Vereinigung queerer Unternehmer:innen Pride Biz Austria herausragende Initiativen von Unternehmen und Organisationen, die sich durch gelebte Vielfalt, strukturelle Verantwortung und mutiges Engagement auszeichnen.

Gala in der WKO: Bühne für Vielfalt und Verantwortung

Die Preisverleihung fand am 6. November in der Christoph-Leitl-Lounge der Wirtschaftskammer Österreich statt. An der Gala nahmen etwa 100 geladene Gäste teil. Unter ihnen befanden sich Lukas Burian, der Präsident von Pride Biz Austria, sowie die Vizepräsidentin Astrid G. Weinwurm-Wilhelm.

Zu den Gästen zählten außerdem prominente Persönlichkeiten wie Renate Anderl (AK Wien), Bettina Dorfer-Pauschenwein (WKÖ) und Petra Draxl (AMS Österreich). Gemeinsam würdigten sie Projekte, die sich für die Inklusion queerer Menschen einsetzen.

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IKEA: Vorreiterrolle bei Großunternehmen

In der Kategorie „Großunternehmen“ ging der Preis an IKEA. Die Jury lobte das Möbelhaus als „Aushängeschild für Diversität, Glaubwürdigkeit und gelebte Inklusion“. Hervorgehoben wurden insbesondere die umfassenden Trans-Inklusionsrichtlinien, die geschlechterneutralen Toiletten sowie das ausgebaute Netzwerk zur Förderung von Allyship.

Die Österreichischen Bundesbahnen (ÖBB) wurden in dieser Kategorie mit einer Sonderehrung ausgezeichnet. Die Jury würdigte damit die konsequente Weiterentwicklung von Diversitätsstrukturen, für die das Unternehmen bereits 2017 ausgezeichnet wurde.

Ein zentrales Element ist das Diversity-LösungsCenter mit elf Expert:innen auf Holding-Ebene. Zudem wurden DEI-Trainings für Führungskräfte etabliert und das queere Mitarbeiter:innen-Netzwerk „QBB“ auf 400 Mitglieder ausgebaut.

AMS: Strukturwandel im öffentlichen Dienst

In der Kategorie „Öffentlicher Sektor“ wurde das AMS Österreich mit dem Meritus ausgezeichnet. Laut Jury waren die IT-Umstellung zur geschlechtergerechten Erfassung und die verpflichtenden Diversity-Schulungen für neue Mitarbeitende die Entscheidungsgrundlagen.

In derselben Kategorie wurde auch das Kuratorium für Psychosoziale Dienste der Stadt Wien ausgezeichnet. Die Jury lobte die systematische Integration queerer Perspektiven in der therapeutischen Praxis und in der Öffentlichkeitsarbeit.

Ein Beispiel hierfür ist die gemeinsam mit der HOSI Wien entwickelte Kampagne #darüberredenwir, die psychische Gesundheit im Kontext von LGBTI thematisiert.

Johann-Strauß-Apotheke: Inklusion im Gesundheitsalltag

Die Johann-Strauß-Apotheke erhielt den Meritus in der Kategorie „KMU“. Die Jury hob hervor, dass Vielfalt im Apothekenalltag dort selbstverständlich gelebt wird, beispielsweise bei Transitionsthemen, in der Sprache oder durch gezielte Mitarbeiterschulungen.

Mit dem Pride-Biz-Sonderpreis wurde QWIEN, das Zentrum für queere Geschichte, ausgezeichnet. Es wird 2025 das erste queere Museum Österreichs eröffnen – ein Projekt, das laut Jury ein „starkes Zeichen für Sichtbarkeit, historische Verantwortung und gesellschaftlichen Zusammenhalt“ setzt.

Der Meritus wird seit 2009 alle zwei Jahre von Pride Biz Austria vergeben. Ziel ist es, Best Practices sichtbar zu machen und Organisationen dazu zu ermutigen, Diversität strukturell zu verankern. Die Auszeichnung richtet sich an Unternehmen und Institutionen, die in Sachen Inklusion konkrete Schritte unternehmen und damit eine Vorbildwirkung entfalten.

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