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Berlin: Das Schwuz könnte wieder auferstehen

Nach der Schließung des legendären Queer-Clubs Schwuz in Berlin wird weiter an einer Zukunft gearbeitet. Die Club Commission und die Politik prüfen Standorte, um das Konzept weiterleben zu lassen.

Nach der endgültigen Schließung des queeren Traditionsclubs Schwuz Anfang November bemühen sich die Berliner Politik und die Club Commission gemeinsam um eine Wiederbelebung des Clubs an einem neuen Standort. Wie Kultursenatorin Sarah Wedl-Wilson (parteilos, für CDU) im Kulturausschuss des Abgeordnetenhauses erklärte, wird derzeit nach einem kleineren Veranstaltungsort gesucht, an dem das Schwuz „als Idee weiter fortgesetzt werden kann“.

Kultursenatorin spricht von „Pionierarbeit“

Wedl-Wilson würdigte das Schwuz als einen Ort, der „jahrzehntelang Pionierarbeit geleistet“ habe. Sie bestätigte, dass die Gespräche über mögliche Alternativen bereits seit Mai 2025 laufen. In dieser Zeit habe sich die wirtschaftliche Situation des Clubs zunehmend verschärft. Die Club Commission, die Interessenvertretung der Berliner Clubszene, begleitet diesen Prozess aktiv.

Laut Wedl-Wilson war die zuletzt genutzte Fläche des Schwuz in der ehemaligen Kindl-Brauerei in Berlin-Neukölln für die Betreiber*innen wirtschaftlich nicht mehr tragbar. Die Mietstruktur und die laufenden Betriebskosten ließen sich nicht mehr mit dem Konzept des Clubs vereinbaren.

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Letzte Party im November – Insolvenz als Wendepunkt

Die letzte Party im Schwuz fand am 1. November 2025 statt. Bereits im Sommer hatten die Betreiber:innen Insolvenz angemeldet. Man habe, so die offizielle Erklärung, frühzeitig handeln wollen, bevor es zur Zahlungsunfähigkeit komme. Trotz intensiver Sparmaßnahmen und organisatorischer Umstellungen war die wirtschaftliche Lage ernster als erwartet.

Nach intensiven Gesprächen mit potenziellen Investor:innen konnte keine Lösung gefunden werden. Es habe sich niemand gefunden, der das Schwuz im bestehenden Rahmen übernehmen oder finanziell tragen wollte. Der 1977 in Schöneberg gegründete und zuletzt in Neukölln verortete Club galt als einer der zentralen Orte queeren Lebens in Berlin.

Schwuz bleibt als Symbol präsent

Für viele war das Schwuz nicht nur ein Partyort, sondern ein sicherer Raum, ein Zuhause. In einer Stellungnahme der Betreibenden hieß es: „Es war ein Zuhause, ein Zufluchtsort, ein Symbol queerer Geschichte.“ Auch wenn der Club vorerst geschlossen bleibt, scheint der politische Wille groß zu sein, zumindest die Idee dahinter nicht sterben zu lassen.

Der bisherige Standort in Neukölln soll laut Wedl-Wilson möglicherweise für einen anderen Club genutzt werden. Als Beispiel nannte sie das derzeit heimatlose Watergate. Auch dort hatte der wirtschaftliche Druck zur Schließung geführt.

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