HomeNewsChronikHamburg: Teenie-Brüder wegen schwulenfeindlicher Angriffe festgenommen

Hamburg: Teenie-Brüder wegen schwulenfeindlicher Angriffe festgenommen

Zwei Brüder im Alter von 16 und 18 Jahren sollen in Hamburg mehrere queerfeindliche Übergriffe begangen haben. Die Polizei ermittelt wegen Körperverletzung, Bedrohung und Beleidigung.

Die Hamburger Polizei hat zwei Brüder festgenommen. Sie stehen unter Verdacht, aus Schwulenhass mehrere Menschen beleidigt, bedroht und körperlich angegriffen zu haben. Wie die Ermittlungsbehörden am Donnerstag mitteilten, handelt es sich bei den Tatverdächtigen um einen 16-jährigen Jugendlichen und seinen 18-jährigen Bruder.

Ein Angriff mit Böller im Stadtpark brachte die Polizei auf die Spur

Der Fall kam ins Rollen, nachdem es Anfang Oktober zu einem Vorfall im Hamburger Stadtpark gekommen war. Ein 29-jähriger Mann wurde dort zunächst schwulenfeindlich beleidigt. Anschließend warf einer der Angreifer einen Böller in seine Richtung. Der Feuerwerkskörper verfehlte den Mann nur knapp. Er konnte fliehen und blieb unverletzt.

Im Zuge der Ermittlungen identifizierte die Hamburger Polizei einen 18-Jährigen als mutmaßlichen Täter. Anfang November durchsuchten die Beamt:innen dessen Wohnung und stellten Beweismittel sicher. Diese führten die Ermittler:innen schließlich zum jüngeren Bruder.

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Durchsuchung beim 16-Jährigen: Pyrotechnik beschlagnahmt

Am Mittwoch durchsuchte die Polizei das Zimmer des 16-Jährigen in der elterlichen Wohnung. Dabei stellten die Beamten unter anderem pyrotechnische Gegenstände sicher. Beide Brüder wurden erkennungsdienstlich behandelt und anschließend wieder auf freien Fuß gesetzt. Die Ermittlungen dauern an.

Laut Polizei liegen inzwischen Hinweise vor, dass die Brüder auch für weitere Übergriffe verantwortlich sein könnten. Konkrete Angaben zu weiteren Taten oder zur Identität der Verdächtigen machte die Behörde nicht.

Stadtpark wiederholt Tatort queerfeindlicher Übergriffe

Der Hamburger Stadtpark war bereits zuvor Schauplatz homophober Gewalt. So wurde im Mai dieses Jahres ein 36-jähriger Mann an der Ecke Südring/Otto-Wels-Straße von einer Gruppe Jugendlicher beleidigt und mit Reizgas attackiert.

Die Polizei prüft derzeit, ob ein Zusammenhang zwischen dieser Tat und weiteren Vorfällen besteht. In die Ermittlungen ist der Staatsschutz eingebunden.

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