Wer vertritt Österreich dieses Jahr beim Eurovision Song Contest? Das entscheidet sich am 20. Februar 2026 bei der ORF-Show „Vienna Calling“. Die musikalische Bandbreite der Nominierten ist beachtlich: Von Latinpop über Folkrock bis hin zu Heavy Rock, von Dialektsongs bis zu englischen Popsingles.
Newcomer und etablierte Namen
Vertreten sind sowohl Newcomer als auch etablierte Namen, darunter bekannte Stimmen aus „Starmania“ und Künstler:innen mit internationalen Erfahrungen.
Gesungen wird auf Deutsch, Englisch, Spanisch – und sogar im Tiroler Dialekt. Nur ein Song ist bereits veröffentlicht, die übrigen elf Beiträge befinden sich noch im Feinschliff.
Die Show wird am Freitag, dem 20. Februar, um 20.15 Uhr live in ORF 1 und auf ORF ON ausgestrahlt. Moderiert wird sie von Alice Tumler, Teil des ESC-Moderatorenteams 2015, und Cesár Sampson, der 2018 den dritten Platz für Österreich holte.
Beide fungierten auch als Scouts gemeinsam mit Eberhard Forcher und Peter Schreiber. Zum ersten Mal seit 2016 kann auch das TV-Publikum wieder mitentscheiden, wer Österreich beim ESC vertreten darf.
Anna-Sophie (Steiermark) – „Superhuman“
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Die Steirerin Anna-Sophie zählt mit über 20 Millionen Streams zu den erfolgreichsten österreichischen Popacts der letzten Jahre. Mit ihrem Song „Superhuman“ will sie Menschen stärken, die mit Selbstzweifeln kämpfen.
„Ich habe den Song geschrieben, weil ich mich oft sehr unsicher fühle. Ich höre dann gerne Songs, die mich motivieren und mir wieder Kraft geben. Und genau das soll der Song bewirken und zeigen, dass in jedem ein Superhuman steckt. Der ESC ist eigentlich eine riesige Party, wo es kein Richtig oder Falsch gibt. Egal, wie man sich musikalisch oder kreativ auslebt – es wird gefeiert. Und deswegen finde ich es so cool.“
Bamlak Werner (Kärnten) – „We Are Not Just One Thing“
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Bamlak Werner ist eine vielseitige Künstlerin mit Wurzeln in Äthiopien und Kärnten. Sie bewegt sich musikalisch zwischen Jazz, Rock und Pop – und arbeitet nebenbei als Gesangspädagogin.
„In meinem Song geht es darum, dass man mehr ist als nur eine Sache. Er soll den Menschen das Gefühl geben, dass man wirklich sein kann, was man möchte. Das ist total wichtig in unserer Zeit. In dem Lied stecken sehr viel Liebe und ehrliche Arbeit, das möchte ich auf einer riesigen Bühne zeigen – und der ESC ist so eine unglaubliche Chance dafür.“
Cosmó (Wien) – „Tanzschein“
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Der 19-jährige Wiener Cosmo ist der jüngste Teilnehmer im Wettbewerb und bringt mit seinem Song eine tanzbare Clubhymne auf die Bühne. Begleitet wird er von seinem musikalischen Wegbegleiter Sandro.
„Ich hatte eine Erfahrung in einem Club, wo ich so excited war, endlich hinzugehen – und auf einmal tanzt keiner. Und im Song geht es darum, dass es in Clubs wieder ums Tanzen gehen soll und man nur mit einem ‚Tanzschein‘ reinkommt. Der ESC ist für mich ein großer Traum. Ich habe damals als Kind im Fernsehen gesehen, wie Conchita Wurst gewonnen hat – und dann vergangenes Jahr, wie JJ gewonnen hat. Das waren für mich Momente voller Adrenalin und Glücksgefühle.“
David Kurt (Wien) – „Pockets Full of Snow“
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David Kurt steht für gefühlvollen Folkpop mit starker Melodik und poetischen Texten. Er tritt erstmals solo auf, nachdem er zuvor mit der Band The Stonelake Substance unterwegs war.
„In meinem Song geht es um Liebe und das Gefühl, das man hat, wenn man an bedeutende Momente in seinem Leben denkt und merkt, dass man nicht in die Vergangenheit zurückkehren kann. Der ESC ist so eine riesige Show, bei der es doch einigen immer wieder gelingt, echte Emotionen zu erzeugen. Ich bin kein großer Showman, aber dass das Publikum etwas spürt und echte Ehrlichkeit im Raum ist – das will ich mit meinem Song erreichen.“
Frevd (Wien) – „Riddle“
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Die Rockband Frevd bleibt bewusst geheimnisvoll – fünf Männer mit Masken und ohne Social-Media-Inhalte. Ihr Song ist inspiriert vom Werk Sigmund Freuds.
„Wir setzen uns künstlerisch mit der Gedankenwelt von Sigmund Freud auseinander. Unsere Musik liegt zwischen Realität und Traum und soll die Menschen dazu bewegen, sich selbst zu reflektieren. Im Song geht es um einen Menschen, der mit schweren Entscheidungen und Orientierungslosigkeit konfrontiert ist und Hilfe sucht, um aus diesem Labyrinth hinauszufinden. Der ESC ist für uns die größte Bühne der Welt, wo unterschiedliche Kulturen und Menschen zusammenkommen und sich gemeinsam an den Tiefen und Untiefen des Lebens erfreuen.“
Julia Steen (Kärnten) – „Julia“
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Julia Steen wurde 2021 durch „Starmania“ bekannt und präsentiert mit „Julia“ einen deutschsprachigen Pop-Song mit Empowerment-Botschaft. Sie hat sich eine eigene Fanbase aufgebaut.
„Mein Song ist eine Hommage daran, im Leben Empowerment und Stärke zu zeigen. Ich möchte damit dazu ermutigen, dass der Weg, den man geht, der richtige ist, und den Menschen die Stärke mitgeben, alles schaffen zu können, wenn sie es wirklich möchten. Ich möchte zum ESC, weil ich glaube, dass Musik und dieses Feeling über Sprachbarrieren und Ländergrenzen verbinden. Das ist die oberste Priorität beim ESC.“
Kayla Krystin (Tirol) – „I brenn“
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Kayla Krystin hat bereits internationale Erfolge in Australien und den USA gefeiert. Für den heimischen Vorentscheid setzt sie auf einen berührenden Dialektsong.
„In dem Song geht es um meinen Weg vom Schatten und Selbstzweifel zum Wiederaufstehen und innerer Stärke. Ich singe im Dialekt, weil ich die Menschen berühren und erreichen will. Für mich war es immer schon ein Traum, beim ESC dabei zu sein. Man hat die Möglichkeit, so viele Menschen zu erreichen und zu berühren – das ist mir extrem wichtig.“
Lena Schaur (Tirol) – „Painted Reality“
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Lena Schaur gilt als große heimische Pophoffnung. Sie gewann den ORF-Talentwettbewerb „Soundcheck“ 2025 und verarbeitet in ihrem Song die Herausforderungen von Selbstinszenierung in sozialen Medien.
„In meinem Song geht es um das Streben nach Perfektionismus und darum, sich für andere verstellen zu wollen oder zu müssen. Ein Thema, das mich selber schon lange beschäftigt und vor allem in der heutigen Zeit mit Social Media so präsent ist. Ich möchte gerne zum ESC, weil ich sehr fasziniert davon bin. Ich sehe es auch nicht als Competition, ich will auf dieser Bühne stehen und den Zusammenhalt und die Vielseitigkeit feiern.“
Nikotin (Wien) – „Unsterblich“
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Der Wiener Künstler Nikotin ist bekannt für seine exaltierten Auftritte und musikalische Anlehnungen an Falco. Sein Song thematisiert den Wunsch nach ewigem Leben.
„In meinem Song geht um die Dualität von Himmel und Hölle und darum, niemals sterben zu wollen. Man könnte sagen, es ist eine moderne Frankenstein-Geschichte oder die Suche des Ewigen. Der ESC ist das größte Musik-Event der ganzen Welt, wo Länder zusammenkommen, um in Frieden und Harmonie Zeit zu verbringen und Kunst auszutauschen.“
Philip Piller (Wien) – „Das Leben ist Kunst“
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Philip Piller war wie Julia Steen Teil von „Starmania 2021“. Sein Beitrag ist ein tiefgründiger deutscher Popsong über persönliche Reifeprozesse.
„Meine musikalische Karriere hängt mit der Diskrepanz zusammen, die bei der eigenen Reflexion oft in einem entsteht. Dass es darum geht, beides in sich zu tragen – das Leid und das Schöne. Und darum, wie wichtig das ist, um daran zu wachsen. ‚Das Leben ist Kunst‘ klingt so universal wahr und ist für mich ein gutes Motto. Ich finde den ESC so nice, weil man eine gewisse Narrenfreiheit hat und sich Mut oft auszahlt. Und noch dazu ist es eine der größten Bühnen der Welt.“
Reverend Stomp (Wien) – „Mescalero Ranger“
![[Galerie | Update] Diese zwölf Acts wollen Österreich zum Song Contest 2026 führen 11 Vienna Calling: Reverend Stamp](https://gggat-main.b-cdn.net/nederland/wp-content/uploads/2025/12/ReverendStomp_ORF-KlausTitzer.avif)
Die Wiener Band Reverend Stomp verbindet Country-Blues mit Surfrock-Elementen. Ihr Song „Mescalero Ranger“ handelt von Transformation und Abschied.
„Im Song geht es um eine neue Welt und den Abschied. Es geht darum, sich bei einem Persönlichkeitswandel mit Dingen abzufinden, die ich von früher in mir habe, und bereit dafür zu sein, einen neuen Weg zu gehen. Die große ESC-Bühne wäre eine richtige Herausforderung für uns, der wir uns gerne stellen würden. Es wäre für uns etwas ganz Neues.“
Sidrit Vokshi (Wien) – „Wenn ich rauche“
![[Galerie | Update] Diese zwölf Acts wollen Österreich zum Song Contest 2026 führen 12 Vienna Calling: Sidrit Vokshi](https://gggat-main.b-cdn.net/nederland/wp-content/uploads/2025/12/SidritVokshi_ORF-KlausTitzer-1024x512.avif)
Für den gebürtigen Wiener mit albanischen Wurzeln ist der Eurovision Song Contest weit mehr als nur ein Musikwettbewerb. „Der ESC ist ein megageiler Event, bei dem Länder zusammenkommen und den großen gemeinsamen Nenner unserer Kulturen zusammenbringen: die Musik“, sagt Vokshi. Nach vielen Jahren habe er das Gefühl, dass jetzt der richtige Moment sei, um Österreich etwas zurückzugeben.
Seine Ballade „Wenn ich rauche“ erzählt von einem Mann, der mit dem Verlust einer geliebten Person ringt und Nacht für Nacht in Bars Zuflucht sucht. „Wenn ich rauche und kurz mit mir selbst bin, reißen alle Nähte wieder auf, die ich in der Bar zugemacht habe“, beschreibt Vokshi den emotionalen Kern des Liedes.

