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Catherine O’Hara ist tot: Trauer um „Kevin – Allein zu Haus“-Mutter

Die kanadische Catherine O’Hara ist im Alter von 71 Jahren verstorben. Sie starb nach einer kurzen Krankheit in ihrem Haus in Los Angeles.

Die kanadische Schauspielerin und Komikerin Catherine O’Hara ist tot. Sie ist im Alter von 71 Jahren verstorben. Ihr Management bestätigte am Freitag die Nachricht vom Tod der beliebten Schauspielerin. O’Hara war durch zahlreiche Film- und Fernsehrollen bekannt, vor allem als schrille Mutter in „Kevin – Allein zu Haus“ oder in der Serie „Schitt’s Creek“. Über Jahrzehnte hinweg prägte sie die nordamerikanische Comedy-Szene – auf der Bühne, im Kino und im Fernsehen.

Berühmtheit durch „Kevin“ und „Beetlejuice“

Internationale Berühmtheit erlangte O’Hara 1990 mit der Rolle der Kate McCallister in der Weihnachtskomödie „Kevin – Allein zu Haus“. Der Film machte nicht nur Hauptdarsteller Macaulay Culkin zum Star – auch O’Hara wurde zur Kultfigur. „Mama, ich dachte, wir hätten Zeit“, schrieb Culkin auf Instagram und teilte dazu zwei Fotos mit O’Hara. Er habe gehofft, noch viele gemeinsame Momente mit ihr erleben zu können.

Bereits 1988 war sie als Delia Deetz im Tim-Burton-Film „Beetlejuice“ zu sehen. In der 2024 veröffentlichten Fortsetzung „Beetlejuice Beetlejuice“ kehrte sie in ihre ikonische Rolle zurück. Auch in Ron Howards Drama „The Paper“ von 1994 überzeugte sie an der Seite von Glenn Close und Michael Keaton.

Eine kanadische Vollblutschauspielerin

Catherine O’Hara wurde 1954 in Toronto geboren und startete ihre Karriere in der kanadischen Improvisationstruppe Second City. Später wurde sie Autorin und Darstellerin in der Comedy-Sendung SCTV, wofür sie mehrfach mit dem Emmy ausgezeichnet wurde. Ihre Fähigkeiten als Autorin und Komikerin machten sie zu einer zentralen Figur der US-Comedyszene.

Häufig arbeitete sie mit Schauspielkollege Eugene Levy zusammen – darunter in der Mockumentary „Best in Show“ von Regisseur Christopher Guest. Diese Zusammenarbeit zog sich über Jahrzehnte hinweg.

Späte Erfolge mit „Schitt’s Creek“

Ein später Höhepunkt in O’Haras Karriere war ihre Rolle als exzentrische Moira Rose in der mehrfach ausgezeichneten Serie „Schitt’s Creek“ (2015–2020). An der Seite von Eugene und Dan Levy verkörperte sie eine gescheiterte Soap-Diva, die sich mit ihrer Familie nach einem Finanzcrash in einem Provinznest neu erfinden muss. Die Rolle brachte ihr einen Emmy und einen Golden Globe ein.

„Was für ein Geschenk, all die Jahre im Glanz von Catherine O’Haras Brillanz tanzen zu dürfen“, schrieb Dan Levy auf Instagram. Sie sei schon lange Teil ihrer Familie gewesen – nicht nur beruflich, sondern auch menschlich.

Starke Verbindung zur LGBTIQ+-Community

O’Hara galt als kulturelle Verbündete der LGBTIQ+-Community. Ihre Rolle als Moira Rose entwickelte sich zur Kultfigur innerhalb der queeren Popkultur – gefeiert für ihre überzogene Ästhetik und extravagante Sprache. Auch wenn sie sich selten politisch äußerte, erkannte O’Hara öffentlich die Bedeutung queerer Fans für den Erfolg der Serie an.

Ihre Darstellungen fanden breite Resonanz, besonders für ihren respektvollen Umgang mit queerer Identität in „Schitt’s Creek“. Die Serie wurde international für die selbstverständliche Darstellung queerer Beziehungen gelobt.

Letzte Auftritte und gesundheitlicher Rückzug

Bis zuletzt war O’Hara beruflich aktiv. Sie drehte unter anderem mit Seth Rogen für die Apple-Serie „The Studio“ und war in der zweiten Staffel der HBO-Erfolgsserie „The Last of Us“ zu sehen. Schauspielkollege Pedro Pascal schrieb zu einem gemeinsamen Foto auf Instagram: „Ohne sie ist nun weniger Licht in meiner Welt.“

Am frühen Freitagmorgen rückten Rettungskräfte zu O’Haras Haus im Stadtteil Brentwood aus. Laut Feuerwehr litt die Patientin unter akuter Atemnot und wurde in ernstem Zustand ins Krankenhaus gebracht. Ein Notrufmitschnitt belegt die Atembeschwerden. Kurze Zeit später wurde ihr Tod festgestellt.

Bekannt war, dass O’Hara an der seltenen Erkrankung Situs inversus litt – einer anatomischen Besonderheit, bei der innere Organe spiegelverkehrt im Körper liegen. Diese gilt zwar als ungefährlich, kann aber medizinische Diagnosen erschweren.

Eugene Levy: „Sie wird mir fehlen“

Catherine O’Hara war seit 1992 mit dem Produktionsdesigner Bo Welch verheiratet, den sie 1987 bei den Dreharbeiten zu „Beetlejuice“ kennenlernte. Aus der Ehe gingen zwei Söhne hervor. Ihr letzter öffentlicher Auftritt fand im September 2025 bei einer Emmy-Party statt.

„Worte wirken nicht ausreichend, um den Verlust auszudrücken“, sagte Eugene Levy in einem Statement. „Catherine war mehr als eine Kollegin. Sie war meine Freundin. Sie wird mir fehlen.“

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