HomeNewsChronikTrans Mann in Berlin-Mitte bespuckt – Staatsschutz ermittelt

Trans Mann in Berlin-Mitte bespuckt – Staatsschutz ermittelt

Am Samstagvormittag ist ein 32-jähriger trans Mann in Berlin-Mitte Opfer eines transphoben Angriffs geworden.

Ein 32-jähriger trans Mann wurde am Samstagvormittag am Rosenthaler Platz in Berlin-Mitte angegriffen. Wie die Berliner Polizei mitteilte, ereignete sich der Vorfall gegen 11:50 Uhr, als der Mann eine Straße überquerte.

Angriff am Rosenthaler Platz

Laut Angaben des Betroffenen wurde er von einem unbekannten Mann gestoppt und bespuckt. Anschließend sei der Tatverdächtige ohne weitere Worte weitergegangen. Laut Polizei kam es zu keiner körperlichen Auseinandersetzung.

„Der Transmann empfand Ekel und stand unter dem Eindruck des Geschehens“, heißt es im Polizeibericht. Eine medizinische Behandlung lehnte der 32-Jährige ab. Weitere Verletzungen wurden nicht festgestellt.

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Staatsschutz übernimmt Ermittlungen

Hinweise auf den Tatverdächtigen gibt es derzeit nicht. Die Behörden prüfen einen transphoben Hintergrund der Tat. Wie bei mutmaßlichen Hassverbrechen üblich, hat der Polizeiliche Staatsschutz des Landeskriminalamts die Ermittlungen übernommen.

Erst wenige Tage zuvor war es in Berlin zu einem weiteren Vorfall gekommen. Am Mittwoch wurde eine trans Frau in Schöneberg von einem 22-Jährigen beleidigt und geschlagen. Auch in diesem Fall leitete die Polizei Ermittlungen ein.

In Berlin kommt es immer wieder zu Übergriffen auf LGBTI-Personen. Die Landespolizei veröffentlicht entsprechende Fälle vergleichsweise häufig, da sie Hassverbrechen, die aufgrund der sexuellen Orientierung oder Geschlechtsidentität begangen wurden, gezielt erfasst und öffentlich macht.

Für Hassverbrechen gegen sexuelle Minderheiten gibt es in Berlin eigene Ansprechpartner:innen

Angehörige sexueller Minderheiten, die Opfer von Hasskriminalität geworden sind, können in der deutschen Hauptstadt unter anderem auf der Internetwache der Polizei Berlin  online eine Anzeige aufgeben.

Bei der Berliner Polizei gibt es zudem zwei Ansprechpersonen für LGBTI . Damit soll Angehörigen sexueller Minderheiten, die oft aufgrund ihrer eigenen Erfahrungen ein eher kritisches Verhältnis zur Polizei haben, das Erstatten einer Anzeige nach einem Übergriff erleichtert werden.

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