[publishpress_authors_box layout="ppma_boxes_75184"]
HomeSportOlympiaElf Medaillen: Team LGBTIQ+ schreibt Olympia-Geschichte in Mailand

Elf Medaillen: Team LGBTIQ+ schreibt Olympia-Geschichte in Mailand

Bei den Winterspielen 2026 haben offen queere Athlet:innen so viele Medaillen gewonnen wie noch nie. Mit insgesamt elf Podestplätzen würde das inoffizielle Team LGBTIQ+ im Medaillenspiegel auf Rang 13 liegen.

Die Olympischen Winterspiele in Mailand und Cortina sind zu Ende. Für die LGBTIQ+-Community endeten sie mit einem historischen Erfolg. Insgesamt gewannen offen queere Sportler:innen fünf Gold-, zwei Silber- und vier Bronzemedaillen. Das ist das beste Ergebnis, das je bei Winterspielen erzielt wurde.

Platz 13 im Medaillenspiegel

Nach der klassischen olympischen Wertung würde das Team LGBTIQ+ den 13. Platz belegen. Auch nach der Gesamtzahl der Medaillen würde es denselben Platz erreichen. Damit läge das Team hinter Deutschland, der Schweiz und Österreich, aber vor Ländern wie Südkorea, Australien oder Großbritannien.

Das US-Portal Outsports erfasst seit Jahren die offen queeren Teilnehmenden und wertet ihre Ergebnisse wie die einer eigenen Nation aus. In Mailand und Cortina traten mindestens 50 öffentlich geoutete Athletinnen und Athleten an. Damit wäre das Team LGBTIQ+ die 19.-größte Delegation dieser Winterspiele gewesen. Zum Vergleich: Die USA stellten mit 233 Athlet:innen das größte Team.

- Werbung -

Etwa die Hälfte des Team LGBTIQ+ startete im Eishockey

19 von ihnen gewannen mindestens eine Medaille. Das entspricht mehr als einem Drittel des gesamten Aufgebots. Die queeren Medaillengewinner:innen kamen aus insgesamt 14 Nationen. Etwa die Hälfte von ihnen startete im Frauen-Eishockey.

Dort holten Cayla Barnes, Hilary Knight und Alex Carpenter mit dem Team USA Gold. Im Finale gegen Kanada erzielte Knight kurz vor Schluss den Ausgleich. In der Verlängerung entschieden die USA das Spiel für sich. Für Kanada gewannen unter anderem Emily Clark, Erin Ambrose, Emerance Maschmeyer, Brianne Jenner, Laura Stacey und Marie-Philip Poulin die Silbermedaille.

Gold im Eistanz, auf der Piste und im Slopestyle

Auch in anderen Disziplinen konnten offen queere Athlet:innen Edelmetall gewinnen. So verteidigte der französische Eistänzer Guillaume Cizeron seine Goldmedaille im Eistanz. Gemeinsam mit seiner Partnerin Lauréanne Fournier Beaudry setzte er sich gegen das US-amerikanische Duo Madison Chock und Evan Bates durch.

Die US-Skifahrerin Breezy Johnson gewann Gold in der Abfahrt. Es war ihre erste olympische Medaille, nachdem sie bereits zwei Weltmeistertitel gefeiert hatte. Amber Glenn holte mit dem US-Team Gold im Mannschaftswettbewerb der Eiskunstläuferinnen und -läufer – ebenfalls bei ihren ersten Winterspielen. Die Schweizer Freestyle-Skierin Mathilde Gremaud verteidigte im Slopestyle ihr Olympiagold.

Silber und Bronze in mehreren Disziplinen

Silber errang unter anderem der schottische Curler Bruce Mouat als Skip von Team Großbritannien. Im Frauen-Eishockey sicherte sich Kanada nach der Niederlage gegen die USA im Finale die Silbermedaille.

Bronze ging an Sandra Näslund im Ski-Cross. Laura Zimmermann gewann mit der Schweiz ebenfalls Bronze im Frauen-Eishockey, nachdem sie sich mit 2:1 gegen Schweden durchgesetzt hatten. Tineke den Dulk holte mit der belgischen Mixed-Staffel über 2000 Meter im Shorttrack ebenfalls Bronze. Auch der kanadische Eistänzer Paul Poirier gewann mit seiner Partnerin Piper Gilles Bronze.

Aktuelle Empfehlungen