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ESC 2026: ORF setzt bei Lichtdesign auf Technik, Kreativität und Nachhaltigkeit

Der ORF will beim ESC 2026 in Wien mit einem neuen Lichtkonzept Maßstäbe setzen. Mehr als 2.100 LED- und Lasereinheiten sowie Tausende steuerbare LEDs sollen für spektakuläre Bilder sorgen und gleichzeitig den Energieverbrauch deutlich senken.

Beim Eurovision Song Contest 2026 in der Wiener Stadthalle setzt der ORF auf ein besonders aufwendiges und zugleich nachhaltiges Lichtdesign. Verantwortlich dafür ist der international renommierte Lichtdesigner Tim Routledge. Sein Konzept umfasst mehr als 2.100 LED- und Lasereinheiten sowie über 8.500 einzeln steuerbare LEDs.

Das Lichtdesign soll die Wiener Stadthalle in einen dynamischen, immersiven Raum verwandeln. Routledge und sein Team planen beeindruckende visuelle Effekte, die sich während der Performances ständig verändern.

Bewegliche Lichttechnik als neue Bühne

Zusätzlich kommen 80 High-Speed-Seilwinden zum ersten Mal zum Einsatz, um für bewegliche Lichteffekte zu sorgen. Dadurch entstehen wechselnde Perspektiven und Effekte, die es bei keiner vorherigen Ausgabe des Eurovision Song Contests gegeben hat. Die Produktion will damit neue visuelle Möglichkeiten schaffen und jede Performance individuell in Szene setzen.

„Eurovision dreht sich um große Momente“, sagt Routledge. „Die Herausforderung war daher, etwas zu gestalten, das beeindruckend und groß wirkt und gleichzeitig hinter den Kulissen deutlich verantwortungsvoller ist.“

Komplett LED- und laserbasiertes System

Ein zentraler Bestandteil des Konzepts ist der vollständige Umstieg auf moderne Lichttechnologie. Beim ESC 2026 kommt erstmals ein vollständig LED- und laserbasiertes System zum Einsatz. Klassische Leuchtmittel werden vollständig ersetzt.

Diese Technik reduziert den Energieverbrauch deutlich. Gleichzeitig sinken auch Abwärme und Materialeinsatz. Laut Produktion erreicht der Eurovision Song Contest 2026 damit einen Anteil von 100 Prozent stromsparender Lichttechnik und setzt neue Standards für nachhaltige TV-Großproduktionen.

Wochenlange Vorbereitung für die Shows

Die technische Umsetzung des Konzepts ist sehr umfangreich. Bereits Wochen vor der Show arbeiten Hunderte Crewmitglieder am Aufbau und an der Programmierung der Lichtsysteme in der Wiener Stadthalle. Das Licht muss dabei exakt mit Videoelementen, Bühnentechnik, Automation und Kameraführung abgestimmt werden.

Ein internationales Team von Lichtprogrammierern wird während der Vorbereitungen rund um die Uhr im Einsatz sein. Schon etwa einen Monat vor der Ankunft der Delegationen in Wien entstehen viele Effekte zunächst digital. Mithilfe einer detaillierten 3D-Animation simulieren die Designer die gesamte Show und testen dort Lichtbewegungen, Kamerawinkel und Timing.

Erfahrener Designer hinter dem Konzept

Tim Routledge gehört zu den international bekanntesten Lichtdesignern für Konzerte, TV-Produktionen und Großevents. Für das Lichtdesign des ESC 2023 in Liverpool wurde er mit einem BAFTA ausgezeichnet. In seiner Karriere arbeitete er unter anderem mit Beyoncé, Sam Smith, Helene Fischer und den Spice Girls zusammen und war an zahlreichen TV-Produktionen von BBC, ITV, Netflix und CBS beteiligt.

Nach Liverpool und Basel im vergangenen Jahr gestaltet er mit Wien bereits zum dritten Mal das Lichtdesign für den Eurovision Song Contest. „Dass wir in diesem Umfang zu 100 Prozent auf LED- und Lasertechnologie setzen, zeigt, dass man beides haben kann: spektakuläre Bilder und eine nachhaltige Produktion“, sagt der Designer.

Die drei Live-Shows des Wettbewerbs werden in ORF 1 sowie auf der Streamingplattform ORF ON übertragen.

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