HomeSzeneWienStadt Wien stärkt queere Vielfalt mit mehr als 670.000 Euro

Stadt Wien stärkt queere Vielfalt mit mehr als 670.000 Euro

Mit über 670.000 Euro unterstützt die Stadt Wien zentrale Organisationen der LGBTIQ+-Community. Die Mittel sichern Beratung, Kulturarbeit und Sichtbarkeit in der Stadt.

Die Stadt Wien baut ihre Unterstützung für die queere Community weiter aus. So genehmigte der Wiener Gemeinderat am Montag Förderungen in Höhe von 371.000 Euro für die Homosexuelle Initiative (HOSI) Wien sowie 300.000 Euro für das queere Archiv und Kulturzentrum QWIEN. Während SPÖ, NEOS und Grüne den Förderungen zustimmten, lehnten FPÖ und ÖVP diese ab.

Klares politisches Signal

Die SPÖ-Gemeinderätin und LGBTIQ+-Sprecherin Susanne Haase betonte die konkrete Wirkung der Förderung. „Mit der Förderung der HOSI Wien sichern wir ihre Jahresarbeit und damit ganz konkrete Hilfe für queere Menschen in unserer Stadt“, sagte sie. Die Organisation unterstütze Menschen beim Coming-out, helfe in Krisen und schaffe sichere Räume für Austausch.

Thomas Weber, NEOS-Gemeinderat und Queer-Sprecher seiner Partei, sprach von einem „klaren Bekenntnis“ der Stadt. Wien solle ein Ort sein, an dem alle Menschen „frei, selbstbestimmt und würdevoll“ leben können. Einrichtungen wie QWIEN machten queere Geschichte sichtbar. Die HOSI Wien bezeichnete er als wichtige Anlaufstelle für Beratung und Unterstützung. Auch die Regenbogenparade hob er hervor: Sie sei „keine Party, sondern die größte politische Demonstration des Landes“.

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Kritik aus der Opposition

Von der ÖVP kam Kritik. Die konservative Gemeinderätin Caroline Hungerländer stellte die Höhe der Förderung für QWIEN infrage. Sie erkenne die historische Arbeit des Vereins „teilweise” an, halte aber einzelne Veranstaltungen „nicht unbedingt förderungswürdig”. Als Beispiel nannte sie eine Ausstellung zum Jubiläum der LMC Vienna, einem der ältesten Vereine der Community. Ein entsprechender Antrag der ÖVP fand im Gemeinderat jedoch keine Mehrheit.

Breite Unterstützung für Community

Neben den Organisationen unterstützt die Stadt auch Veranstaltungen und Begegnungsräume. So werden etwa im Rahmen der Vienna Pride Community-Angebote gefördert. „Was wir fördern, sind Räume für Begegnung und Zusammenhalt“, erklärte Haase. Die Regenbogenparade selbst bleibt unabhängig organisiert.

Damit setzt die Stadt Wien weiterhin auf eine Politik gegen Diskriminierung und für Vielfalt. Dabei greifen Förderungen, gesetzliche Maßnahmen und öffentliche Sichtbarkeit ineinander.

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