Zwei Wochen vor Beginn des Eurovision Song Contest 2026 gewährte der ORF einen ersten Blick auf die Bühne in der Wiener Stadthalle. Bundespräsident Alexander Van der Bellen eröffnete diese mit einem Druck auf den Buzzer.
Anschließend folgte eine aufwendig inszenierte Lichtshow. Sie gab einen Vorgeschmack auf das, was das internationale Publikum bei den Liveshows erwartet. Bereits bei dieser ersten Präsentation wurde deutlich: Die Produktion setzt auf maximale Wirkung und modernste Technik.
Lichttechnik im Zentrum der Inszenierung
Im Mittelpunkt steht in diesem Jahr die Lichttechnik. Es kommen mehr als 8.500 einzeln steuerbare LEDs zum Einsatz. Das System wird durch 2.135 Beleuchtungskörper und 80 Hochgeschwindigkeitswinden ergänzt. Diese bewegen die Scheinwerfer präzise und ermöglichen komplexe Lichtchoreografien. Erstmals in der Geschichte des Song Contests basiert die gesamte Beleuchtung auf LED- und Lasertechnologie. Die Produktion setzt damit zu 100 Prozent auf energieeffiziente Lösungen.
Auch die Dimensionen der Bühne sind beachtlich. Die Konstruktion umfasst rund 2.000 Quadratmeter und wiegt etwa 210 Tonnen. Der Aufbau erfolgte in weniger als zwei Wochen. Zeitweise arbeiteten Teams im 24-Stunden-Betrieb mit Doppelschichten. In Spitzenzeiten waren bis zu 300 Personen gleichzeitig im Einsatz.
Die Bühne ist somit nicht nur ein visuelles Highlight, sondern auch das Ergebnis intensiver logistischer und technischer Arbeit. Sie bietet den teilnehmenden Acts auch neue kreative Möglichkeiten. Bewegliche Lichtelemente und eine flexible Steuerung ermöglichen dynamische Inszenierungen.
Aufbau unter Hochdruck
Die Moderator:innen zeigten sich beeindruckt. Victoria Swarovski verriet: „Ich hatte Gänsehaut. Es ist schon echt verrückt, wie groß das alles ist.“ Ihr Co-Moderator Michael Ostrowski blickte auf die kommenden Wochen voraus und sagte: „Die Proben werden ein Fitnesstraining.“ Gleichzeitig betonte er: „Ich will mich darauf freuen und mich nicht von Nervosität leiten lassen.“
Bundespräsident Van der Bellen hob die Bedeutung des Events hervor. „Der Song Contest zeigt, wie bunt unser Kontinent ist. Er zeigt, was wir können und wer wir sind.“ Der Wettbewerb verbinde Menschen über Grenzen hinweg, „auch wenn wir aus noch so konträren Richtungen kommen, wie über eine Brücke“.
Auch ORF-Generaldirektorin Ingrid Thurnher zeigte sich voller Respekt. „Was wir heute als Sneak Preview erleben durften, wird in wenigen Wochen Millionen begeistern“, erklärte sie. Die Produktion sei das Ergebnis eines perfekt abgestimmten Zusammenspiels vieler Beteiligter. ORF-Programmdirektorin Stefanie Groiss-Horowitz sprach von einem „Aushängeschild“ für Österreich. Die Bühne verbinde internationale Spitzentechnik mit einer klar erkennbaren Bildsprache.
Stadthalle wird zum ESC-Dorf
Auch das Umfeld der Wiener Stadthalle hat sich parallel zur Bühne stark verändert. Das Gelände wurde zu einem eigenen ESC-Dorf ausgebaut. Für die 35 Delegationen stehen Rückzugsräume bereit. Außerdem gibt es eine „Connected Area“ für die Content-Produktion.
ORF-Executive-Producer Michael Krön wies auf den großen Umfang der Produktion hin. „Wir arbeiten seit Monaten am größten TV-Unterhaltungsevent der Welt“, sagte er. Die aktuelle Präsentation gebe einen ersten Eindruck davon, „wie atemberaubend die neun Shows wirklich werden”.

