Nach dem ersten Halbfinale am Dienstag steht am Donnerstagabend das zweite Halbfinale des Eurovision Song Contest 2026 auf dem Programm. Wieder treten 15 Länder an, von denen sich zehn ein Ticket für das Finale sichern. Die Show beginnt um 21 Uhr in der Wiener Stadthalle. Neben den Teilnehmer:innen präsentieren auch Österreich, Frankreich und das Vereinigte Königreich ihre bereits für das Finale qualifizierten Beiträge.
Abstimmung mit Jury und internationalem Voting
Über den Finaleinzug entscheidet erneut ein kombiniertes Voting aus Publikum und internationalen Jurys, die jeweils 50 Prozent beitragen. Auch Österreich ist heute stimmberechtigt. Zusätzlich fließt das „Rest of the World“-Voting ein, bei dem Zuschauer aus nicht teilnehmenden Ländern ihre Stimmen abgeben können.
Grundlage für die Jurywertung war die Evening Preview Show am Mittwochabend. Diese Durchlaufprobe wurde unter Live-Bedingungen durchgeführt und von den Jurys bewertet.
Moderation und Showauftakt
Durch den Abend führen erneut Victoria Swarovski und Michael Ostrowski. Zum Auftakt präsentieren sie eine humorvolle Gesangseinlage mit ihrer eigenen Version des Siegertitels des Vorjahres, „Wasted Love“. Die Inszenierung verläuft bewusst nicht ganz reibungslos und setzt auf augenzwinkernde Momente.
Im Verlauf der Show kehrt auch der Vorjahressieger JJ zurück auf die Bühne. Er präsentiert mit „Unknown” erstmals seinen neuen Song vor großem Publikum.
Favoriten im zweiten Halbfinale
Zu den aussichtsreichsten Kandidat:innen aus dem zweiten Halbfinale zählt Australien mit Popstar Delta Goodrem. „Eclipse“ setzt auf große Gefühle und eine aufwendige Inszenierung. „Es ist jetzt schon eine tolle Reise“, sagte die Sängerin im Vorfeld.
Auch Dänemark wird hoch gehandelt. Søren Torpegaard Lund kombiniert in „Før vi går hjem” elektronische Beats mit einer ungewöhnlichen Bühnenästhetik.
Für Diskussionen sorgt Rumänien. Alexandra Căpângănescu tritt mit „Choke Me“ an und polarisiert mit provokanten Textzeilen. Die Künstlerin bezeichnet ihren Song als Metapher für gesellschaftlichen Druck.
Vielfältige Acts von Dance bis Ballade
Das zweite Halbfinale startet energiegeladen. Bulgarien eröffnet mit einem Dance-Track und Zypern bringt mediterrane Partystimmung auf die Bühne. Armenien setzt mit einer dynamischen Performance ein Zeichen für den Ausbruch aus dem Alltag.
Auch ruhigere Töne sind vertreten. Tschechien, Lettland und Aserbaidschan schicken gefühlvolle Balladen ins Rennen, mit denen sie vor allem bei den Jurys punkten könnten. Die Ukraine kombiniert mystische Elemente mit modernen Beats und gilt ebenfalls als sicherer Finalkandidat.
Chancen für Schweiz und Luxemburg
Aus deutschsprachiger Sicht stehen insbesondere die Schweiz und Luxemburg im Fokus. Die Schweiz wird von Veronica Fusaro mit dem Lied „Alice“ vertreten, Luxemburg von Eva Marija mit dem Lied „Mother Nature“. Beide Acts liegen in den Prognosen im Mittelfeld. Ein Finaleinzug ist möglich, aber keineswegs sicher.
Auch Malta und Albanien hoffen mit emotionalen Songs auf viele Stimmen. Norwegen hingegen setzt auf eingängigen Rock mit hohem Wiedererkennungswert.
Auftritte der gesetzten Finalisten
Außer Konkurrenz treten auch mehrere bereits qualifizierte Finalisten auf. Österreich schickt mit „Tanzschein“ den Gastgeber-Act Cosmó ins Rennen und setzt auf eine weiterentwickelte Bühnenshow mit LED- und Pyroelementen.
Frankreich gilt mit Monroe und dem Lied „Regarde!“ als einer der Topfavoriten auf den Gesamtsieg. Großbritannien bringt mit „Look Mum No Computer“ eine humorvolle elektronische Performance auf die Bühne, die vor allem beim Publikum auffallen dürfte.
Rahmenprogramm und Green Room
Die Show wird durch weitere Interval Acts und Backstage-Einblicke ergänzt. FM4-Moderatorin Emily Busvine führt im Green Room Interviews mit den Künstlern und begleitet sie während der Abstimmung.
Damit entscheidet sich am Donnerstagabend, welche zehn Acts zusätzlich ins Finale einziehen und das Teilnehmerfeld für Samstag vervollständigen.

