Queerfeindlicher Angriff in Hessen: Am späten Montagabend wurden in Hofheim-Marxheim drei junge Erwachsene im Alter von 21, 21 und 23 Jahren an der Bushaltestelle „Amselweg“ zunächst verbal attackiert und anschließend körperlich angegriffen.
Angriff an Bushaltestelle eskaliert
Den bisherigen Ermittlungen zufolge ging die Attacke von einer Gruppe von etwa zehn Jugendlichen aus. Sie sollen die drei Betroffenen zunächst beleidigt haben. Im weiteren Verlauf eskalierte die Situation.
Mehrere Mitglieder der Gruppe sollen auf den 23-Jährigen eingeschlagen und eingetreten haben. Als seine beiden Begleiter eingreifen wollten, um den Angriff zu stoppen, wurden auch sie geschlagen. Über die Schwere der Verletzungen machte die Polizei zunächst keine näheren Angaben.
Polizei ermittelt wegen möglichem Hassmotiv
Nach der Tat flüchteten die Verdächtigen in unbekannte Richtung. Die Polizei beschreibt die Gruppe als Jugendliche im Alter zwischen 16 und 18 Jahren. Zu drei Tatverdächtigen liegen bereits nähere Personenbeschreibungen vor.
Ein Verdächtiger soll etwa 1,80 Meter groß gewesen sein. Er hatte dunkle, lockige Haare und trug ein weißes Oberteil sowie eine dunkle Jogginghose. Ein weiterer Jugendlicher war mit einem schwarzen Oberteil bekleidet und führte eine schwarze Bauchtasche mit roten Details mit sich.
Drei Tatverdächtige beschrieben
Über einen dritten Verdächtigen ist bekannt, dass er etwa 1,95 Meter groß und muskulös gewesen sein soll. Er trug einen „Buzzcut“ und hatte eine schwarze Bauchtasche bei sich.
Die Ermittler:innen gehen derzeit von einem queerfeindlichen Hintergrund aus. Ausschlaggebend dafür sind Äußerungen, die die Tatverdächtigen vor dem Angriff gemacht haben sollen. Die Polizei wertet den Vorfall deshalb als möglichen Angriff aufgrund der sexuellen Orientierung oder geschlechtlichen Identität der Betroffenen.
Hinweise an die Polizei erbeten
Die Polizei bittet Zeug:innen, die den Vorfall beobachtet haben oder Angaben zu den Tatverdächtigen machen können, sich unter der Telefonnummer (06192) 2079-0 zu melden.
Zugleich weist das Polizeipräsidium Westhessen auf seine LSBT*IQ-Ansprechstelle hin. Diese besteht seit 2010 und unterstützt als vertrauliche Anlaufstelle Betroffene queerfeindlicher Straftaten sowie queere Vereine und Institutionen.
Polizeioberkommissarin Victoria Willich, Wachpolizist Alexandro Klimpel und Polizeihauptkommissar Florian Meerheim sind unter der zentralen Rufnummer (0611) 345 1516 sowie per E-Mail an [email protected] während der üblichen Bürozeiten erreichbar.

