HomeNewsStars & PromisLil Nas X spricht über bipolare Störung und kündigt neue Musik an

Lil Nas X spricht über bipolare Störung und kündigt neue Musik an

US-Rapper Lil Nas X hat bekannt gegeben, dass bei ihm eine bipolare Störung diagnostiziert wurde. Nach mehreren Monaten in Behandlung fühlt sich der Musiker besser und arbeitet bereits an neuer Musik.

In einem auf Instagram veröffentlichten Video hat Lil Nas X seine Fans über seinen Gesundheitszustand informiert. Der 27-jährige Musiker erklärte, dass er mehrere Monate in einer Rehabilitations- und Behandlungseinrichtung verbracht habe. Seither versuche er, wieder Bodenhaftung zu gewinnen und seinen Alltag neu zu ordnen. Dazu halte er sich sowohl bei seiner Familie in Atlanta als auch in Los Angeles auf.

„Schwarz, schwul und bipolar – Leben im extremen Schwierigkeitsmodus“

Der Künstler berichtete, dass er inzwischen regelmäßig von einem Therapeuten und einem Psychiater betreut werde. Diese Unterstützung habe ihm sehr geholfen. Zugleich machte er öffentlich, dass bei ihm eine bipolare Störung diagnostiziert worden sei.

Er gab an, die Erkrankung schon seit Jahren vermutet zu haben. Lange Zeit wollte er die Diagnose jedoch nicht akzeptieren. Als Gründe nannte er die Sorge vor Medikamenten und die Angst, von anderen Menschen anders wahrgenommen zu werden.

- Werbung -

„Ich glaube, ich wusste es eigentlich schon seit ein paar Jahren, aber ich wollte es mir nicht eingestehen“, sagte Lil Nas X in dem Video. Mit Blick auf seine Identität ergänzte er: „Ich bin ohnehin schon schwarz und schwul. Verdammt, Gott. Schwarz, schwul und bipolar – es fühlt sich an, als würde ich das Leben im extremen Schwierigkeitsmodus spielen.“

Hoffnung für Lil Nas X: „Mir geht es viel besser“

Trotz der Herausforderungen zeigte sich der Musiker optimistisch. „Aber im Ernst: Mir geht es viel besser. Ich fühle mich besser“, erklärte er. Außerdem sagte er, dass er inzwischen wieder die positiven Seiten des Lebens wahrnehme und „die Rosen rieche“.

Der Rapper bedankte sich auch bei seinen Fans für ihre Unterstützung in den vergangenen Monaten. Er freue sich auf das „nächste Kapitel“ seines Lebens und seiner Karriere.

Ein bizarrer Vorfall machte Schlagzeilen

Die gesundheitlichen Probleme des Musikers waren zuletzt im August 2025 wegen einer Festnahme in die Schlagzeilen geraten. Damals wurde Lil Nas X auf dem Ventura Boulevard in Los Angeles zunächst nur mit Unterwäsche und weißen Cowboy-Stiefeln bekleidet angetroffen. Laut der Staatsanwaltschaft kam es bei der Festnahme zu einem Zwischenfall, bei dem mehrere Polizeibeamte verletzt worden sein sollen.

Gegen den Musiker wurden daraufhin unter anderem Anklagen wegen Körperverletzung und Widerstands gegen Vollstreckungsbeamte erhoben. Lil Nas X bekannte sich nicht schuldig.

Im April 2026 entschied ein Richter, dass die Vorwürfe im Rahmen eines Diversionsprogramms für psychische Erkrankungen fallengelassen werden können. Voraussetzung ist, dass der Musiker einen Behandlungsplan einhält und in den kommenden zwei Jahren keine weiteren Gesetzesverstöße begeht.

Neue Musik in Arbeit

Neben seinem Gesundheits-Update sprach Lil Nas X auch über seine musikalischen Pläne. Er bestätigte, dass neue Musik auf dem Weg sei. Konkrete Details oder einen Veröffentlichungstermin nannte er allerdings noch nicht, da er sich mit der Veröffentlichung noch etwas Zeit lassen wolle. Er mache seit rund sieben Jahren Musik und freue sich darauf, bald neue Projekte mit seinen Fans zu teilen.

Vom Internetphänomen zum Weltstar

Montero Lamar Hill, so der bürgerliche Name von Lil Nas X, gelang 2019 mit dem Song „Old Town Road“ der internationale Durchbruch. Der Titel entwickelte sich zu einem weltweiten Erfolg und brach mehrere Chartrekorde.

2021 veröffentlichte er sein Debütalbum „Montero“. Als offen schwuler Künstler zählt Lil Nas X heute zu den bekanntesten Fürsprechern von Sichtbarkeit und Akzeptanz für LGBTIQ+-Menschen in der internationalen Popmusik. In Interviews sprach er wiederholt über seine Sexualität, den öffentlichen Druck und die Herausforderungen des Lebens im Rampenlicht.

Aktuelle Empfehlungen