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Madonna sagt Überraschungsauftritt bei London Pride kurzfristig ab

Wochenlang wurde über einen möglichen Auftritt von Madonna bei der London Pride spekuliert. Kurz vor Beginn der Veranstaltung sagte die Popikone ihre Teilnahme jedoch offenbar aus Sicherheitsgründen ab.

Entgegen zahlreicher Spekulationen trat Pop-Ikone Madonna nicht beim diesjährigen London Pride auf. Kurz vor der Veranstaltung betonten die Organisatoren über ihre Social-Media-Kanäle, dass die Sängerin weder erscheinen noch auf der Bühne stehen werde. Zuvor hatten verschiedene Medien berichtet, dass ein Überraschungsbesuch der 67-Jährigen auf dem Trafalgar Square geplant gewesen sei.

Sicherheitsbedenken führten zur Absage

Nach Informationen der britischen Zeitung The Sun fiel die Entscheidung kurzfristig. Eine nicht näher genannte Quelle erklärte, Madonna habe sich auf die Teilnahme gefreut, da sie sich seit Jahrzehnten für die Rechte der LGBTIQ+-Community einsetze. Ihr Team habe den Besuch jedoch wegen der erwarteten Menschenmassen abgesagt. Man habe befürchtet, dass ein spontaner Auftritt der Sängerin die ohnehin stark besuchte Veranstaltung zusätzlich überlasten könnte.

Pride in London reagierte auf die anhaltenden Gerüchte mit einer offiziellen Stellungnahme. „Als Reaktion auf die Gerüchte können wir bestätigen, dass Madonna nicht bei Pride in London erscheinen oder auftreten wird“, teilten die Veranstalter mit. Das Programm mit den Hauptacts Beth Ditto und MNEK fand wie geplant statt.

Zehntausende demonstrierten für Gleichberechtigung

Auch ohne den Überraschungsgast verzeichnete die London Pride großen Andrang. Laut Angaben des Organisationsteams beteiligten sich mehr als 35.000 Menschen aus über 600 Gruppen an der Demonstration durch die Innenstadt. Der Zug führte vom Hyde Park Corner bis nach Whitehall. Zahlreiche Teilnehmende trugen Regenbogenflaggen, während Musik und Festwagen das Straßenbild prägten. Auch mehrere Londoner Fußballvereine, darunter Arsenal, West Ham United und Crystal Palace, nahmen mit eigenen Gruppen teil.

Neben der Demonstration von Vielfalt standen erneut politische Forderungen im Mittelpunkt. Aktivist:innen machten unter anderem auf lange Wartezeiten bei geschlechtsangleichender Gesundheitsversorgung sowie auf steigende Zahlen von Hasskriminalität gegen LGBTIQ+-Personen aufmerksam. Die Veranstaltung stand unter dem Motto „Many Voices. One Front“.

Albumveröffentlichung sorgte für zusätzliche Aufmerksamkeit

Die Spekulationen um einen möglichen Auftritt bei der Pride fielen in eine arbeitsreiche Phase für Madonna. Erst einen Tag zuvor hatte die Sängerin ihr neues Studioalbum „Confessions II” veröffentlicht. Das Werk entstand erneut in Zusammenarbeit mit Produzent Stuart Price, mit dem Madonna bereits 2005 das Erfolgsalbum „Confessions on a Dance Floor” aufgenommen hatte. Es handelt sich um ihr 15. Studioalbum und zugleich um ihr erstes seit „Madame X” aus dem Jahr 2019.

Zur Veröffentlichung veranstaltete Madonna im Magazine London in Greenwich eine exklusive Album-Party unter dem Titel „Club Confessions“. Gemeinsam mit Stuart Price stand sie dort selbst hinter den DJ-Decks und präsentierte mehrere Titel des neuen Albums. Auf Videos der Veranstaltung war außerdem ihre Tochter Lourdes Leon zu sehen, die ebenfalls Teil des Abends war und auf dem Album beim Song „The Test“ mitwirkte.

Promotion für „Confessions II“ geht weiter

Zu den neuen Liedern gehört unter anderem „Danceteria”, das sich auf den legendären New Yorker Club bezieht, in dem Madonna Anfang der 1980er-Jahre regelmäßig verkehrte. Außerdem enthält das Album die Zusammenarbeit „Bring Your Love” mit Sabrina Carpenter sowie die cluborientierten Titel „I Feel So Free” und „Love Sensation”.

Bereits vor ihrer Reise nach London hatte Madonna den Pride Month mit einem Überraschungsauftritt am New Yorker Times Square eröffnet. Im Rahmen der Albumkampagne fanden zudem Veranstaltungen in Los Angeles, Paris und London statt. Außerdem veröffentlichte die Sängerin den Kurzfilm „Confessions II – The Film“, in dem unter anderem Sabrina Carpenter, Kate Moss, Julia Garner und Benedict Cumberbatch mitwirkten.

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