Auch dieses Jahr beteiligt sich das queere Kulturzentrum Qwien an einer besonderen Protestaktion gegen die Identitäre Bewegung Österreich (IBÖ). Gemeinsam mit der Bezirksvorstehung Margareten sowie den Parteien Grüne, KPÖ/Links, SPÖ und Neos lädt Qwien am 24. Juli zum Straßenfest „Wien hält zusammen“ ein. Die Veranstaltung beginnt um 16 Uhr in der Siebenbrunnengasse – direkt vor dem Vereinslokal der rechtsextremen Gruppe.
Buntes Programm als bewusstes Zeichen
Auf dem Programm stehen Drag-Shows, Live-Musik, politische Redebeiträge sowie Essen und Getränke. Mit dieser Veranstaltung wollen die Veranstalter ein Zeichen setzen: Der öffentliche Raum soll allen Menschen offenstehen und nicht von rechtsextremen Gruppen vereinnahmt werden. Zu den Initiatoren der Aktion gehört auch das queere Kulturzentrum Qwien, das sich nur wenige Häuser vom Vereinslokal der Identitären entfernt befindet.
„Wir möchten zeigen, dass Margareten ein Bezirk ist, in dem Vielfalt gelebt und gefeiert wird. Der Raum gehört uns und allen, die hier leben – nicht jenen, die unsere Nachbarinnen und Nachbarn bedrohen und rassistischen Hass schüren“, erklären die Organisatorinnen Lena Nanut (Grüne) und Camilla Gerstner (KPÖ/Links) gegenüber meinbezirk.at. Nanut ergänzt: „Die Identitären wollen mit ihrem Hass den öffentlichen Raum für sich beanspruchen – das lassen wir nicht zu. Wir holen uns den Raum zurück.“
Straßenfest statt Aufmarsch der Rechtsextremen
Anlass für das Straßenfest ist der für den 25. Juli angekündigte Aufmarsch der Identitären. Unter dem Motto „Kritik der Wiener Migrationspolitik” plant die rechtsextreme Bewegung einen Zug durch die Wiener Innenstadt. Neben Anhängern aus Österreich werden auch Teilnehmende aus anderen europäischen Ländern erwartet. Mit dem Straßenfest wollen die Organisatoren einen bewussten Gegenpol schaffen und den öffentlichen Raum mit Musik, Kultur und Begegnung füllen.
Das Straßenfest wurde bereits im Vorjahr als Antwort auf den Aufmarsch organisiert. Rund 500 Menschen nahmen daran teil und setzten ein sichtbares Zeichen gegen Rechtsextremismus.

