In der Nacht zum Mittwoch ereignete sich vor der beliebten Gay Bar „Shakey’s“ in Asheville im US-Bundesstaat North Carolina ein schrecklicher Vorfall: Ein bewaffneter Mann eröffnete auf dem Parkplatz das Feuer. Die Polizei reagierte mit Gegenschüssen und tötete den Schützen. Die Situation hätte deutlich schlimmer enden können, doch das schnelle Handeln des Barpersonals und der Einsatzkräfte bewahrte alle Besucher:innen vor Verletzungen.
Ein Problem-Gast wird gewalttätig
Der Mann war am Vorabend bereits aus der Bar geworfen worden, da er sich auffällig verhalten hatte. In der Nacht kehrte er zum Parkplatz der Shakey’s zurück – dieses Mal war er bewaffnet. Das Personal der Bar bemerkte die Waffe und alarmierte sofort die Polizei.
Das Asheville Police Department rückte kurz vor 2 Uhr morgens an. Als die Beamten den Parkplatz betraten, hörten sie bereits Schüsse und sahen den Mann, der das Feuer eröffnete. Sie erwiderten das Feuer und trafen den Schützen. Wie Rettungskräfte später bestätigten, war der Mann bei deren Eintreffen bereits tot. Kein Polizist wurde bei dem Einsatz verletzt.
Glücklicherweise kein anderer getroffen
Ein Augenzeuge schilderte dem Sender ABC, was sich in diesen schrecklichen Momenten abspielte: „Ich stand am Fenster und beobachtete das Ganze. Plötzlich begann er, auf das Gebäude zu schießen – genau auf die Stelle, an der ich stand. Er hob einfach die Waffe und schoss los. Man hörte, wie die Kugeln in den Ziegelstein einschlugen. In diesem Moment rief ich allen zu: ‚Runter!‘ Dann gab es Schreie, Panik und absolutes Chaos.“
Das Bar-Team handelte vorbildlich und sperrte sofort alle Türen ab, um den Bewaffneten daran zu hindern, ins Innere zu gelangen. Alle Besucher:innen und Mitarbeiter:innen schafften es durch die Nacht, ohne physische Verletzungen davonzutragen. Niemand sonst wurde von Schüssen getroffen.
Bar und Polizei werden gelobt
In einem Online-Post würdigte die Bar das Verhalten aller Beteiligten: „Es gibt keine Worte, um auszudrücken, wie dankbar wir unserem Personal und unseren Gästen sind. In einem Moment voller Angst haben alle zusammengehalten, sind ruhig geblieben und haben aufeinander geachtet. Die Solidarität all dieser Menschen inmitten dieser furchtbaren Situation werden wir nie vergessen.“
Darüber hinaus bedankte sich die Bar ausdrücklich bei der Asheville Police Department, den Notruf-Leitstellen und allen Rettungskräften für ihre schnelle und professionelle Reaktion.
Ermittlungen laufen
Das North Carolina State Bureau of Investigation wird den Polizeieinsatz untersuchen. Interim-Polizeichef Jackie Stepp gab gegenüber Reportern an: „Es gibt zum jetzigen Zeitpunkt keine Hinweise, die auf ein Bias- oder Hass-Motiv deuten.“ Die Identität des Schützen wurde bislang nicht veröffentlicht.

