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Saarland: Mordanklage nach lesbischem SM-Sex mit 80 Messerstichen

Die Staatsanwaltschaft Saarbrücken hat Anklage gegen eine 36-jährige Frau erhoben. Die Frau hat Ende November eine 30 Jahre alte Bekannte nahe des Autobahnparkplatzes Niedmündung bei Rehlingen-Siersburg getötet. Laut den Ermittlern geschah die Tat im Zusammenhang mit sadomasochistischen Praktiken. Die Anklage lautet auf Mord aus niedrigen Beweggründen zur Befriedigung des Geschlechtstriebs.

Tat in der Nacht nahe einer Kläranlage

Die beiden Frauen kannten sich aus der SM-Szene. Laut Ermittlungen waren sie gemeinsam mit einem gestohlenen Audi aus dem Raum Karlsruhe ins Saarland gefahren. In der Nacht vom 24. auf den 25. November hielten sie sich in der Nähe einer Kläranlage und eines Waldstücks bei Rehlingen auf. Dort kam es laut Staatsanwaltschaft zu sexuellen Handlungen, die „zu Sexualverkehr mit Praktiken aus dem sado-masochistischen Spektrum“ führten.

Im Verlauf dieser Begegnung soll die Angeklagte ihre Bekannte zunächst mit einer Gliederkette gewürgt haben. „Dabei habe die Angeklagte ihr Opfer mit der Gliederkette so lange gewürgt, bis es aufgrund erheblicher Verletzungen im Halsbereich widerstandsunfähig war“, teilte die Staatsanwaltschaft mit. Anschließend habe sie „zur Befriedigung ihres Geschlechtstriebs“ vielfach mit einem Küchenmesser auf die 30-Jährige eingestochen.

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Mehr als 80 Stichverletzungen festgestellt

Die Ermittler berichten von extremer Gewalt. Die Leiche der Frau wies mehr als 80 Stichverletzungen auf. Zudem erlitt das Opfer stark blutende Verletzungen am Hals. Laut Obduktionsbericht starb die 30-Jährige an einer Kombination aus massivem Blutverlust und stumpfer Gewalteinwirkung im Halsbereich. Ein Spaziergänger fand die Leiche später auf einem Feldweg in der Nähe des Tatorts.

Nach der Tat soll die Beschuldigte mit dem Fahrzeug in Richtung Rhein-Main-Gebiet geflüchtet sein. Fahnder konnten sie schließlich im Landkreis Mainz-Bingen festnehmen. Die Festnahme erfolgte in einem Swingerclub bei Mainz.

Die Beschuldigte hat die Tat eingeräumt

Die 36-Jährige sitzt seit ihrer Festnahme in Untersuchungshaft. Laut ihrem Verteidiger hat sie die Tat eingeräumt. Zudem soll sie in der Szene damit geprahlt haben. Sowohl die Beschuldigte als auch das Opfer stammen aus Baden-Württemberg.

Ob es zu einem Prozess kommt, muss nun das Landgericht Saarbrücken entscheiden. Im Falle einer Hauptverhandlung wird die Schuldfähigkeit der Angeklagten eine zentrale Rolle spielen. Ein psychiatrischer Sachverständiger soll klären, ob und inwieweit bei der 36-Jährigen psychische Erkrankungen vorliegen.

Die Staatsanwaltschaft geht davon aus, dass die Tat gezielt und aus sexuellen Motiven begangen wurde. Mit der Anklageerhebung sind deren Ermittlungen vorerst abgeschlossen.

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