Wiedervereinigung für den guten Zweck: „Queer as Folk“ feiert 20. Geburtstag

Fast die gesamte Stammbesetzung gibt sich am 1. Mai ein Stelldichein

Queer as Folk
Showtime

Vor genau zwanzig Jahren hat in den USA die TV-Serie „Queer as Folk“  Fernsehgeschichte geschrieben. Noch nie zuvor wurde das Leben und Lieben eines schwulen Freundeskreises mit allen Höhen und Tiefen so genau portraitiert. Der Kult hält auch 15 Jahre nach dem Ende der Serie an – und kann auch durch die Corona-Krise nicht gestoppt werden.

Denn zum Jubiläum wird es am 1. Mai eine virtuelle Reunion mit fast der gesamten Stammbesetzung geben. Scott Lowell, der in „Queer as Folk“ Ted Schmidt spielte, wird die Veranstaltung moderieren. Zugesagt haben bis jetzt Sharon Gless (Debbie Novotny), Peter Paige (Emmett Honeycutt), Michelle Clunie (Melanie Marcus), Hal Sparks (Michael Novotny), Randy Harrison (Justin Taylor) und Robert Gant (Ben Bruckner) sowie die beiden Serien-Erfinder Ron Cowen und Dan Lipman. Los geht’s um 20.00 Uhr unserer Zeit auf Youtube.

Fast das gesamte Ensemble trifft sich – für einen guten und wichtigen Zweck

Das Videokonferenzen-Wiedersehen dient einem guten Zweck: Das Ensemble will damit Geld für die Organisation CenterLink sammeln, einem Zusammenschluss von 250 LGBTI-Zentren in den gesamten Vereinigten Staaten. Sie kümmern sich um obdachlose queere Jugendliche, LGBTI-Personen im Alter oder mit gesundheitlichen Beeinträchtigungen.

Durch die Corona-Krise ist der Bedarf an dieser Hilfe so groß wie nie zuvor – doch gleichzeitig mangelt es an Einnahmen: CenterLink bekommt einen Großteil seines Budgets über Spendengelder bei Veranstaltungen – die jetzt auch in den USA allesamt ausgefallen sind. Während dem Livestream können Fans deshalb auch „Queer as Folk“-Erinnerungsstücke zugunsten von CenterLink ersteigern.

„Queer as Folk“ basiert auf der gleichnamigen britischen Serie. Die erste Folge wurde im Dezember 2000 auf dem Pay-TV-Sender Showtime ausgestrahlt. Sie erzählt das Leben einer Gruppe von schwulen Männern und lesbischen Frauen in Pittsburgh. Themen wie Coming Out, Drogen, Regenbogenfamilien oder HIV wurden so offen wie nie zu vor dargestellt. Damit setzte die Serie einen bis heute gültigen Standard.