Jamaikanische Schwulengruppe unterstützt Aktionen gegen Hass-Sänger

Aber die Aktivisten sind gegen weitere Boykott-Aktionen

Flagge von Jamaika
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Unterstützung für den Kampf gegen homophobe Texte von Dancehall-Musikern kommt von der jamaikanischen Lesben- und Schwulenorganisation J-FLAG. Die Gruppe, die aufgrund eines gesetzlichen Verbotes von Homosexualität in ihrer Heimat nicht offen auftreten kann, dankt den Partnern der Aktion „Stop Murder Music“.

„Stop Murder Music“ ist eine Plattform verschiedener Organisationen in Nordamerika und Europa, die sich gegen jene Dancehall-Künstler richtet, die ihren Texten zur Ermordung von Homosexuellen aufrufen. Zu den Sängern, die „Stop Murder Music“ kritisieren, gehören unter anderem Sizzla, der heuer beim Reggae-Festival in Wiesen auftritt, Elephant Man und Bounty Killer.

J-FLAG unterstützt, dass sich Künstler wegen Anstiftung von Gewalt verantworten müssen

Teil von „Stop Murder Music“ ist auch der deutsche Lesben- und Schwulenverband LSVD. „J-FLAG unterstützt die Anstrengungen des LSVD und anderer Gruppen, die anstreben, dass sich Künstler wegen Anstiftung zur Gewalt verantworten müssen, wenn sie Hass in ihren homophoben Texten verbreiten“, heißt es in einer aktuellen Stellungnahme.

Weitere Boykottaufrufe gegen die Karibikinsel lehnt J-FLAG aber ab: Diese würden auf Jamaika dazu missbraucht, weiter gegen Lesben und Schwule zu hetzen, so die Aktivisten.