Auch Maryland möchte Ehe öffnen

Maryland könnte der nächste US-Bundesstaat sein, in dem gleichgeschlechtliche Ehen möglich sind.

Gestern brachte der Abgeordnete Luis Simmons den „Religious Freedom and Civil Marriage Protection Act“ ein. Was sich konservativ anhört, ist ein Meilenstein in der Geschichte des Bundesstaates: Wird das Gesetz beschlossen, wovon Beobachter ausgehen, wäre eine Ehe in Maryland „zwischen zwei Personen“, die gesetzlich heiraten dürfen, „im Bundesstaat gültig“. Das Gesetz ermöglicht es ausdrücklich, Geistlichen eine gleichgeschlechtliche Eheschließung abzulehnen, wenn es ihren religiösen Überzeugungen widerspricht.

Martin O’Malley, der demokratische Gouverneur von Maryland, hat sich noch nicht zu dem Gesetzesentwurf geäußert. Vor einigen Monaten sagte er allerdings, dass er ein entsprechendes Gesetz unterzeichnen würde: „Ich habe lange geglaubt, Eingetragene Partnerschaften sind ein gangbarer Kompromiss. Aber wenn der Gesetzgeber eine andere Einigung erreicht, würde ich diese unterschreiben“, sagte er einem lokalen Radiosender.

Ganz ohne Probleme dürfte aber auch dieses Gesetz nicht beschlossen werden: Konservative Aktivisten haben schon angekündigt, bei den Wahlen im Jahr 2012 ein Referendum gegen die Ehe-Öffnung einbringen zu wollen.