Washington: Weg frei für Ehe-Öffnung

Der US-Bundesstaat Washington könnte in Kürze die Ehe für Lesben und Schwule öffnen. Die demokratische Senatorin Mary Margret Haugen hat gestern Abend bekanntgegeben, dass sie ein entsprechendes Gesetz unterstützen wird. Damit hat der Gesetzesentwurf die im Senat notwendigen 25 Stimmen. Das Repräsentantenhaus hat das Gesetz bereits verabschiedet, auch Gouverneur Chris Gregoire unterstützt die Gleichstellung.

„Ich weiß, dass diese Ankündigung mich zur sogenannten ‚25. Stimme‘ macht, jene Stimme, die für den Beschluss eines Gesetzes notwendig ist“, so Haugen in einer Stellungnahme. Sie gab ihre Entscheidung zu Beginn der Beratungen über das Gesetz bekannt. Hunderte Menschen demonstrierten deshalb auf dem Kapitol der Hauptstadt Olympia für die Ehe-Öffnung.

Haugen sagte in ihrer Stellungnahme, sie habe sich für ihre Entscheidung Zeit genommen, „um meine religiösen Überzeugungen abzustimmen mit meinen Überzeugungen als Amerikanerin, als Gesetzgeberin, und als Ehefrau und Mutter, die die Freuden und Vorteile, die ich genieße, anderen nicht vorenthalten kann. Es ist die richtige Entscheidung und so werde ich abstimmen, wenn das Gesetz zur Abstimmung kommt“.

Bereits seit 2007 gibt es in Washington ein Gesetz für Eingetragene Partnerschaften, seit 2009 haben gleichgeschlechtliche Partner die gleichen Rechte wie heterosexuelle Ehepaare, die Ehe selbst bleibt ihnen aber verwehrt.

Washington wäre nach New York, Connecticut, Iowa, Massachusetts, New Hampshire und Vermont der siebente Bundesstaat, der die Ehe für Lesben und Schwule öffnet.

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