Conchita bei der Bundeshymne ausgebuht!

Die bärtige Diva setzte sich bei der Beachvolleyball-WM in die sprichwörtlichen Nesseln

Conchita Wurst
Screenshot: Facebook/Conchita Wurst

Weil sie bei der Beachvolleyball-WM auf der Wiener Donauinsel die österreichische Bundeshymne in der richtigen Version sang, wurde die österreichische Song-Contest-Gewinnerin Conchita vom Publikum ausgebuht. Das berichtet die Tageszeitung „Heute“. Die Sportfans wollten offenbar nichts davon hören, dass die Heimat auch großer Töchter sei.

Beachvolleyball-Fans wollen offenbar keine großen Töchter

Es war eine Premiere für bärtige Diva: Am Samstag sang sie bei der Beachvolleyball-EM vor dem Spiel die Hymne. Schon seit mehr als fünf Jahren heißt es in der ersten Strophe nicht mehr „Heimat, bist du großer Söhne“, sondern „Heimat großer Töchter und Söhne“.

Dem entsprechend sang auch die bärtige Diva diese Version. Zuerst reagierte das Publikum auf der Wiener Donauinsel mit Applaus. Doch dann setzten sich bei dem Event, das von der „Kronen Zeitung“ mitgesponsert wurde, Pfiffe und Buhrufe durch. Das zeigt das Beweisvideo einer „Heute“-Leserin, das die Tageszeitung auf ihrer Homepage veröffentlicht hat.

Sogar Gabalier hat verstanden, dass Österreichs Frauen eine Erwähnung in der Hymne verdient haben

Damit ist Conchita die erste Künstlerin, die Probleme bekommt, weil sie die richtige Version der Bundeshymne singt. Zuvor hatte der „Volks-Rock’n’Roller“ Andreas Gabalier für Kontroversen gesorgt, weil er sich geweigert hatte, die neue Version zu singen. Er rief seine Fans sogar auf, bei der alten Version zu bleiben.

Das änderte sich letzte Woche: Nachdem die Frauennationalmannschaft bei der Fußball-Europameisterschaft unerwartet gut abschnitt, postete Gabalier auf Facebook: „Heimat seid’s ihr großer Töchter. Des muass ma jetzt wirklich amol sogn.“ Eine Erkenntnis, die sich offenbar noch nicht bis zu den heimischen Beachvolleyball-Fans herumgesprochen hat.