Pöbeleien und Angriffe beim CSD Salzburg?

Jugendliche sollen den Paradenzug verfolgt und gestänkert haben

Sujetbild: Blaulicht eines Polizeiautos
Sujetbild - Adobe Stock

In Salzburg haben am Wochenende rund 1.300 Personen des CSD gefeiert – doch die Veranstaltung war nicht nur ein Fest der Freude und der Vielfalt: Am Rande der Parade am Samstag dürfte es mehrere Vorfälle gegeben haben, wie die HOSI Salzburg auf Facebook berichtet. 

„Aufmerksame Person“ meldete ihre Beobachtungen der HOSI Salzburg

Demnach soll es am CSD im Bereich rund um die Schlusskundgebung sowie am Weg ab der Staatsbrücke dorthin zu homophoben Pöbeleien und Übergriffen gekommen sein. Einer “aufmerksamen Person” zufolge, die danach die HOSI Salzburg kontaktiert habe, sollen etwa zehn Jugendliche den Paradenzug verfolgt und dabei zur Gewalt gegen LGBTI-Personen aufgerufen haben.  

Nach dem Ende der Parade am Unipark Nonntal sollen die Teenager ein Mädchen und einen Burschen geschlagen haben. Weiters sollen sie homophobe Beleidigungen und “religiös motivierte” Sprüche gerufen und entsprechende Sprüche an die Wand des Uniparks geschrieben haben.  

HOSI Salzburg hat von den Vorgängen selbst nichts mitbekommen

Eine unabhängige Bestätigung dieser Vorfälle gibt es derzeit nicht. Auch die HOSI Salzburg betont, selbst von den Vorfällen nichts mitbekommen zu haben, da das Organisationsteam bei der Schlusskundgebung im Bühnenbereich war – “dafür entschuldigen wir uns”, so die LGBTI-Bürgerrechtsorganisation in einer Stellungnahme. 

Gegenüber GGG.at wollte die HOSI Salzburg auch nach mehreren Nachfragen die Glaubwürdigkeit der Person, welche die Vorfälle beschrieben hat, nicht kommentieren. Trotzdem nimmt sie den Brief und die darin geschilderten Vorfälle ernst.  

Die HOSI Salzburg bittet deshalb alle, die von diesen Vorfällen etwas mitbekommen haben, sich unter office@hosi.or.at zu melden: “Wir sammeln die Berichte und geben diese gesammelt – und auf Wunsch anonym – an die Anti-Diskriminierungsstelle in der Stadt Salzburg zur weiteren Verfolgung ein“, heißt es Das betrifft auch Bildmaterial.