Ireen Wüst sorgt für das erste Olympia-Gold für Team LGBTI

Mit neuem Olympischen Rekord über 1.500 Meter im Eisschnelllauf

Irene Wüst
Jladage/Wikimedia - CC BY-SA 3.0

Das Team LGBTI hat seine erste Olympia-Medaille: Die Niederländerin Irene Wüst hat den 1.500-Meter-Lauf mit einem neuen olympischen Rekord gewonnen. Unterdessen gab es beim Frauen-Eishockey einen Zwischenfall zwischen dem kanadischen Team, in dem sieben queere Sportlerinnen spielen, und dem Team aus Russland.

Mit 1:53,28 konnte Wüst den bisherigen olympischen Rekord ihrer Landsfrau Jorien ter Mors aus Sotschi 2014 um 23 Hundertstel verbessert. Für die Niederländerin, die mit einer Teamkollegin verlobt ist, ist es bereits das sechste Olympia-Gold ihrer Karriere – die 36-Jährige gilt damit als beste Eisschnellläuferin der Gegenwart. Silber ging an die Japanerin Miho Takagi, Bronze an Antoinette de Jong aus den Niederlanden. Die queere US-Athletin Brittany Bowe beendete den 1500-Meter-Bewerb als Zehnte.

Eishockey: Kanadierinnen wollten nicht gegen russisches Team spielen

Einen Eklat gab es unterdessen beim Eishockeyturnier der Frauen. Hier weigerte sich das kanadische Team zunächst, gegen die Russinnen zu spielen. Denn diese konnten die Ergebnisse ihrer Corona-Tests nicht vorlegen. Und im russischen Team hatte es in den letzten Tagen sechs positive Fälle gegeben, das ganze Team war drei Tage lang im Olympischen Dorf in Quarantäne.

Das war den Kanadierinnen zu heikel, sie blieben mehr als eine halbe Stunde in der Kabine, während die Russinnen schon auf dem Eis waren. Nach langen Verhandlungen entschieden sich beide Teams, mit Corona-Schutzmasken unter ihren Visieren anzutreten. Doch auch die Masken konnten die Kanadierinnen nicht stoppen: Sie gewannen mit 6:1, in der Gruppe A ist Kanada hinter den USA nun Zweiter.

Am Wochenende gab es kein Edelmetall für Team LGBTI

Die weiteren Einsätze queerer Athlet:innen bei den Olympischen Winterspielen in Peking wurden nicht mit Edelmetall gekrönt: Die österreichische Skispringerin Daniela Iraschko-Stolz Sie schaffte es am Samstag beim Einzelspringen auf der Normalschanze nur auf Platz 16. Allerdings hat sie derzeit massive Knieprobleme, ein Start bei Olympia war lange unsicher.

Die Britin Makayla Gerken Schofield erreichte gestern beim Freestyle-Bewerb auf der Buckelpiste mit 73,04 Punkten den achten Rang. Die Tschechin Šárka Pančochová schaffte es am Samstag beim Snowboard Slopestlye mit zwei 26. Plätzen in den Vorläufen nicht ins Finale.