Samstag, 22. Juni 2024
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„Homo-Heiler-Guru“ zwingt seine Jünger zu Sex mit seiner Ehefrau

Die spanische Polizei hat die beiden Anführer einer „Homo-Heiler-Sekte“ verhaftet, die mehr als 20 Jahre lang ihr Unwesen trieb, Zur „Heilung“ mussten die Mitglieder der Sekte unter anderem mit der Anführerin schlafen.

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Wie der öffentlich-rechtliche Rundfunk RTVE berichtet, haben die spanische Behörden noch vor Weihnachten in Cáceres, einer Stadt im Westen Spaniens, einen Psychologen und dessen Ehefrau verhaftet. Sie waren die Leiter einer Sekte, die einen Kreuzzug gegen Homosexualität führten – mit sogar für diese Szene abstrusen Methoden.

„Pseudo-Therapien“ mit psychoaktiven Drogen

Unter dem Deckmandel einer psychologischen Ausbildung sollen sie in Einrichtungen, die dafür nicht qualifiziert waren, verschiedene „Pseudo-Psychotherapien“ durchgeführt haben. Dabei wandten sie manipulative Techniken und auch psychoaktive Drogen an, mit denen sie den freien Willen ihrer Anhänger „bezwingen“ konnten.

Besonders wichtig war ihnen dabei der Kampf gegen Homosexualität, die von dem Ehepaar als „Krankheit“ gesehen wurde – und sie glaubten, diese heilen zu können. So sollen sie als „Therapie“ gegen Homosexualität die männlichen Betroffenen neben Abstinenz zu Sex mit der Ehefrau des Anführers gezwungen haben.

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Mehr als 50 Geschädigte unterwarfen sich der „totalen Kontrolle“

Das Ehepaar trieb nach Informationen von RTVE bereits seit mehr als 20 Jahren sein Unwesen. Es soll mehr als 50 Geschädigte geben, die sie aus ihrem familiären, sozialen und beruflichen Umfeld isolierten. Sie forderten ihre Anhänger auf, sich ihrer „totalen Kontrolle“ zu unterwerfen.

Dazu gehörte auch, wo sie wohnten, was sie studieren sollten oder wen sie heiraten durften. Zusätzlich mussten ihre Anhänger auch noch kostenlos für das Paar arbeiten. Die Sektenführer arbeiteten von ihrem Anwesen in Cáceres, hatten aber auch eine Lokalität in Madrid, in der sie einmal pro Woche ihre schädlichen „Therapien“ durchführten.

Die Polizei fand bei dem Paar mehr als 100.000 Euro in bar

Nach der Verhaftung des Paares konnte die Polizei bei einer Razzia unter anderem mehr als 100.000 Euro in bar, verschiedene Betäubungsmittel und mehrere Computer beschlagnahmen. Von dem Material, das auf den Rechnern gespeichert ist, erwarten sich die Ermittler:innen genauere Erkenntnisse über die Machenschaften des Paares.

Nun werden dem Paar unter anderem Straftaten gegen die öffentliche Gesundheit, Körperverletzung, sexuelle Selbstbestimmtheit, Verletzung der Arbeitnehmerrechte, Nötigung, Geldwäsche und Bildung einer illegalen Vereinigung vorgeworfen. Sie befinden sich mittlerweile wieder auf freiem Fuß und müssen alle 15 Tage vor dem Richter erscheinen.