Dienstag, 28. Mai 2024
HomeNewsSportRegenbogenfahnen-Eklat auf der Formel-1-Strecke in Bahrain

Regenbogenfahnen-Eklat auf der Formel-1-Strecke in Bahrain

Verstörender Vorfall während den Formel-1-Testfahrten in Bahrain: Teammitglieder sollen vom Sicherheitspersonal aufgefordert worden sein, Regenbogenflaggen von ihren Rucksäcken zu entfernen.

Meistgelesen

Neu auf GGG.at

Am 2. März startet die neue Formel 1 Saison in Bahrain. Doch schon jetzt ist der Wüstenstaat mit einem verstörenden Vorfall in die Schlagzeilen gekommen: So sollen Mitglieder eines Teams während der Zutrittskontrollen aufgefordert worden sein, Regenbogenflaggen von ihren Rucksäcken zu entfernen, sonst würden sie konfisziert werden.

Mitarbeiter mit Regenbogenflaggen auf dem Rucksack sollen nicht auf das Gelände gelassen worden sein

Einige Mitarbeiter sollen deshalb während der Testfahrten auf dem Bahrain International Circuit (BIC) gehindert worden sein, auf das Gelände zu kommen, berichtet etwa die englische Boulevardzeitung Sun . Mittlerweile wurde deshalb bei den Bossen der Formel 1 und den Eigentümern der Rennstrecke eine Beschwerde eingereicht.

Bei den Eigentümern der Rennstrecke heißt es, es handle sich um einen „isolierten Vorfall“, der nun untersucht werde. Der Gastgeber des Grand Prix von Bahrain „heißt alle auf seinem Gelände willkommen und ist gegen jede Form von Diskriminierung“, so eine Stellungnahme. 

- Werbung -

Formel 1 und der Eigentümer der Rennstrecke versprechen Besserung

Auch die Formel 1 betont, dass es sich bei der Aktion in Bahrain um einen isolierten Vorfall gehandelt hätte. Dieser verstoße „gegen die Richtlinien der Formel 1 und des Veranstalters in Bahrain. Er wurde sofort angesprochen und ist behoben worden.“ Als Sport würde man „proaktiv Diversität und Inklusion feiern“.

Die Formel 1 ist in der Kritik, weil einige ihrer Rennen in Staaten stattfinden, in denen die Menschenrechtssituation äußerst dürftig ist. In einigen sind auch gleichgeschlechtliche Kontakte verboten – zumindest dazu gehört Bahrain nicht: Gleichgeschlechtliche Handlungen in dem Golfstaat prinzipiell legal.