Dienstag, 18. Juni 2024
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Warum man mit etwas Egoismus besseren Sex hat

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In ihrem Buch „Not giving a fuck“ zeigt Beate Absalon, wie tief verwurzelt gesellschaftliche Zwänge sind, die unsere Sexualität und Intimität beeinflussen. Der provokative Titel und die unkonventionelle Herangehensweise setzen den Ton für ein Werk, das Leser:innen dazu ermutigt, ihre eigenen Vorstellungen von Sex und Lust zu hinterfragen. 

Die direkte Sprache von Beate Absalon eröffnet neue Perspektiven

Mit einer direkten, oft humorvollen Sprache und einem erfrischend ehrlichen Ansatz stellt Absalon die gängigen Vorstellungen von Sexualität auf den Kopf und eröffnet neue Perspektiven auf Intimität.

Beate Absalon beginnt mit einer Analyse, wie gesellschaftliche Normen und Erwartungen die sexuelle Erfahrung und das Verlangen beeinträchtigen können. Sie spricht offen über „lustlosen Sex” und „sexlose Lust” und erklärt, wie diese Phänomene oft durch äußeren Druck und nicht durch persönliche Wünsche verursacht werden. Dabei argumentiert sie, dass Intimität und sexuelle Befriedigung weit über den reinen Akt hinausgehen und vielmehr durch Authentizität und echte Verbindung entstehen. 

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Auch schwule Männer müssen sich von den Erwartungen, die in sie gesetzt werden, lösen

In einer Gesellschaft, die nach wie vor heteronormative Standards bevorzugt, lastet auf schwulen Männern ein enormer Druck, bestimmte Erwartungen von Sexualität zu erfüllen. Absalons Plädoyer für eine Sexualität, die frei von gesellschaftlichen Zwängen ist, kann daher besonders befreiend wirken.

Sie argumentiert, dass echte Intimität und sexuelle Erfüllung nur dann möglich sind, wenn man sich selbst treu bleibt und sich von äußeren Erwartungen löst. Die Erfahrungen vieler queerer Personen bestätigen, dass man sich oft von traditionellen Erwartungen befreien muss, um wahre sexuelle Erfüllung und Intimität zu erleben.

Beate Absalon plädiert dafür, dass jeder Mensch seinen eigenen Weg finden muss, um wahre sexuelle Erfüllung und Intimität zu erleben. Dies ist besonders relevant für schwule Männer, die oft mit zusätzlichen Schichten von Erwartungen und Vorurteilen konfrontiert sind. 

Intimität ist nicht nur körperlich, sondern auch emotional und spirituell

Die Vorstellung, dass Intimität nicht nur körperlich, sondern auch emotional und spirituell sein kann, ist eine wertvolle Perspektive für alle Leser:innen. Die Autorin stößt wichtige Diskussionen an und bringt Leser:innen dazu, über ihre eigenen Vorstellungen und Erfahrungen nachzudenken.

Sie ist in ihrem Buch direkt, manchmal humorvoll und immer erfrischend ehrlich. Absalon nutzt eine Vielzahl von Beispielen und Geschichten, um ihre Punkte zu veranschaulichen, und scheut sich nicht, auch persönliche Anekdoten zu teilen. Das macht das Buch zugänglich, leicht verständlich und unterhaltsam, selbst wenn es komplexe Themen anspricht.

Das Buch zeigt, wie auch schwule Männer gesellschaftliche Zwänge überwinden können

„Not giving a fuck“ ist ein erfrischendes und ermutigendes Buch für Männer, die Sex mit Männern haben. Es zeigt ihnen, wie sie gesellschaftliche Zwänge überwinden und eine erfüllende, authentische Sexualität entdecken können. 

Absalons Buch ist ein wichtiger Beitrag zur Diskussion über Sexualität und Intimität in unserer modernen Gesellschaft. Es bietet wertvolle Einsichten für alle, die sich von konventionellen Vorstellungen befreien und eine tiefere, authentischere Verbindung zu sich selbst und anderen finden möchten.

Buchtipp
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Beate Absalon
Not giving a fuck. Von lustlosem Sex & sexloser Lust
Sachbuch | 192 Seiten | Kremayr & Scheriau
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