Hepatitis C schon bald heilbar?

Australische Forscher haben ein Gen gefunden, dass die Vermehrung des Hepatitis-C-Virus blockiert. Das könnte die Krankheit bei weltweit 150 Millionen betroffenen Menschen behandelbar machen, bei denen eine Therapie bisher vorwiegend das Voranschreiten verlangsamt.

Das Gen, das bei der Erkrankung ebenfalls eine wichtige Rolle spielt, kann die Bildung des Virus allein blockieren. Erste Versuche mit Mäusen sind vielversprechend.
Die einzige momentan verfügbare Behandlungsmethode für Hepatitis-C-Patienten ist eine Interferon-Therapie. Sie heilt die Krankheit aber nicht, sondern verlangsamt sie nur.
Weltweit sind 150 Millionen Menschen mit dem Hepatitis-C-Virus infiziert. Allein in Europa sind es 4 Millionen.

Der Mensch ist einziger natürlicher Wirt des Virus. Bei etwa einem Drittel der Patienten lässt sich der Infektionsweg nicht mehr nachvollziehen. Die Erkrankung wird vor allem durch Blut und Blutprodukte übertragen, eine Übertragung durch Intimkontakte ist ebenfalls möglich. Eine Übertragung des Virus durch andere Körperflüssigkeiten als Blut (z. B. Speichel) wurde bisher nicht beobachtet.