US-Militär: Mehr Schwule entlassen

Im letzten Jahr hat das amerikanische Verteidigungsministerium 726 Militärangehörige entlassen, weil sie schwul oder lesbisch sind. Bei der Suche nach schwulen Soldaten durchforstet das Militär dabei auch das Internet.

Die Zahl der gefeuerten Schwulen und Lesben ist um zehn Prozent höher als noch 2004. Das berichtet das Servicemembers Legal Defense Network, eine Organisation für homosexuelle Soldaten. In der Armee mussten 386 Soldaten den Hut nehmen, in der Navy 177, in der Luftwaffe 88 und die Elitetruppe Marines feuerte 75 Lesben und Schwule.

Im amerikanischen Militär gilt die Devise „Don’t ask, don’t tell“: Schwule und Lesben dürfen zwar zum Heer, müssen dort aber ihre sexuelle Orientierung geheimhalten. Insgesamt fielen dieser Regelung schon 11.000 Soldatinnen und Soldaten zum Opfer.