Madonna verurteilt Haft für Schwule in Malawi

Schwule Fans zweifelten schon an ihrer Ikone Madonna: Sie unterstützt Hilfsprojekte in dem kleinen afrikanischen Land Malawi, in dem zwei Schwule jetzt wegen ihrer sexuellen Orientierung zu 14 Jahren Haft verurteilt worden sind. Doch jetzt ergreift sie Position für die beiden Männer.

Madonna sei sich über das harte Urteil empört, heißt es auf der Website ihrer Stiftung „Raising Malawi“. Sie sei „schockiert“, das Urteil gegen Steven Monjeza und Tiwonge Chimbalanga sei eine „Verletzung der Menschenrechte“, macht die Pop-Diva klar.

Die beiden Männer wurden von einem Gericht in der Stadt Blantyre zur Höchststrafe mit Zwangsarbeit verurteilt, weil sie traditionell geheiratet haben. Der Richter begründete das harte Urteil damit, dass er die Öffentlichkeit „schützen“ wolle, die Staatsanwältin bezeichnete den Fall als „Narbe auf der Moral Malawis“.

Bis jetzt war Madonna dem afrikanischen Kleinstaat gegenüber wohlgesonnen: Sie adoptierte zwei Kinder aus Malawi und unterstützt mehrere Hilfsprojekte – zum Beispiel den Bau einer Mädchenschule mit umgerechnet zwölf Millionen Euro.